Berlin soll sich zum 30. Jahrestag des Mauerfalls in eine riesige Open-Air-Bühne verwandeln und damit an die deutsche Wiedervereinigung erinnern. Am Brandenburger Tor, dem Alexanderplatz, der früheren Stasi-Zentrale und vier weiteren Orten werde auf einer „Route der Revolution“ mit Licht- und Hörinstallationen, Bildern und Ausstellungen an das geschichtliche Ereignis vom 9. November 1989 erinnert. Mehr als 100 Veranstaltungen sind demnach vom 4. bis 10. November in der deutschen Hauptstadt bei der „dezentralen Stadtinszenierung“ geplant. Der Jubiläumstag soll zu einem „Fest der Freiheit“ werden, mit Musikbühnen an sieben Orten. Geplant ist auch ein großes Konzert am Brandenburger Tor, dem Wahrzeichen, an dem die Mauer einst direkt entlangführte. Der Berliner Senat stellt dafür zehn Millionen Euro zur Verfügung. Kultursenator Klaus Lederer sagte mit Blick auf vorangegangene Mauerfall-Jubiläen sagte er, die Stimmung in Deutschland sei nicht mehr so unbeschwert und optimistisch. „Offenheit, Vielfalt, Verständigung, Zusammenwachsen und Dialog sind gerade nicht unbedingt in der Offensive.“ Deshalb solle neben fröhlichem Feiern auch Platz für Nachdenken über Versäumnisse bei der deutschen Einigung sein. (dpa)

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