In Paris, Mailand oder Berlin ist die Fashion-Week eines der wichtigsten Events der Branche und wird von einem deutschen Automobilhersteller gesponsert. Nun soll es auch in Zentralasien eine Veranstaltung auf ähnlichem Niveau geben.

Almaty soll zur Modestadt Zentralasiens werden. Diese Perspektive schwebt den Veranstaltern der Mercedes Benz Fashion Week (MBFW) vor. Der deutsche Autohersteller ist bereits in 44 Ländern Hauptsponsor des bekannten Mode-Events, unter anderem in Berlin, Paris, Mailand oder London. Nun soll auch ähnliche Veranstaltung auf internationalem Niveau in Almaty stattfinden.

Anfang März wurde die Zusammenarbeit mit den Organisatoren der Fashion-Week Almaty und dem deutschen Autohersteller offiziell besiegelt. Dafür unterschrieben die Veranstalter Schanel Bertajewa, die Gründerin des Kazakhstan Fashion Insitute, die künstlerische Leiterin Schmaila Abilowa, der kasachische Modefotograf Jan Ray und der Direktor von Mercedez Benz in Zentralasien Kirill Kusnezow, eine Vereinbarung über die Sponsoring-Partnerschaft.

Historischer Moment für Almaty

Die kasachische Version der Fashion-Week wird vom 25. bis 27. April stattfinden. Als Veranstaltungsort haben die Organisatoren das Hotel Ritz-Carlton ausgewählt. Es befindet sich im Jesentai-Turm, unweit der luxuriösen Shopping-Mall in der Al-Farabi-Straße.

Für die Direktorin der Veranstaltung Schanel Bertajewa bedeutet die Durchführung der MBFW in Almaty sehr viel. „Man kann von einem historischem Moment sprechen“, sagte sie während der Pressekonferenz.

In Kasachstan hat die Entwicklung der Modeindustrie gerade erst begonnen. In diesem Sinne versprechen sich alle Beteiligten sehr viel von der Partnerschaft mit dem deutschen Autohersteller. „Die Erwartungen sind bei uns Organisatoren ziemlich hoch, genauso wie bei den Leuten, die sich für die Fashion Week interessieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das Wichtigste ist, sie vernünftig zu nutzen“, sagt Kirill Kusnezow. Er ist der Vertreter von Mercedes Benz in Kasachstan und freut sich nicht nur darüber, die kasachische Modebranche in die Reihe der internationalen Modestädte aufzunehmen, sondern auch über die zahlreichen Möglichkeiten, Werbung für den Autohersteller zu machen.

Hohe Erwartungen an die Fashion-Week

Nun gibt es auch in Kasachstan beste Voraussetzungen, die Modewelt nach westlichem Vorbild zu entwickeln. „Die MBFW bietet unseren heimischen Designern die Möglichkeit, in das internationale Modebusiness einzusteigen. Viele haben darauf schon sehr lange gewartet“, weiß die künstlerische Leiterin der MBFW Schamila Abilowa. Zurzeit kümmern sich die Veranstalter darum, Designer zu gewinnen, die ihre Kollektionen vorstellen wollen. Es seien auch Anfragen aus Deutschland gekommen, verrät Kusnezow.

Er zweifelt nicht daran, dass Almaty in naher Zukunft das Potenzial hat, eine neue Modehauptstadt zu werden: „Almaty ist die südliche Hauptstadt Kasachstans, und hier sind alle Voraussetzungen gegeben, um dieses internationale Projekt durchzuführen. Wir planen, auch in Astana einige Kollektionen zu zeigen. Zweifelsohne sind alle Voraussetzungen gegeben, jedoch  werde ich keine großen Ankündigungen machen und behaupten, dass Almaty von heute auf morgen die Modehauptstadt Zentralasiens wird. Aber ich kann mit voller Überzeugung sagen: Wenn wir nicht aufhören uns weiterzuentwickeln, dann könnte Almaty vielleicht nach zwei Saisons bereits zur Modehauptstadt werden.“

Von Dominik Vorhölter

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