Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am 18. März 2016 das neue Museum zur 70-jährigen Geschichte des Grenzdurchgangslagers Friedland bei Göttingen eröffnet. Das Grenzdurchgangslager wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der britischen Armee als Auffangstation für Flüchtlinge und zurückkehrende Kriegsgefangene aus Russland gebaut. Am 20. September 1945 hat das Lager begonnen zu funktionieren. Bis 1949 passierten etwa 1,7 Millionen Menschen das Lager. Bis heute wurden über zwei Millionen Menschen in Friedland registriert. Museum Friedland ist ein Symbol der Willkommenskultur, wo Menschen an verschiedene epochale Ereignisse erinnert werden, wie zum Beispiel die Aufnahme der deutschen Heimatvertriebenen, die Rückkehr der deutschen Soldaten aus der Kriegsgefangenschaft, Aufnahme von Flüchtlingen nach dem Volksaufstand in Ungarn 1956, das Eintreffen der Flüchtlinge aus Chile und der sogenannten „Boat-People“ aus Vietnam, die Ausreise vieler Deutscher aus der DDR, die Aufnahme deutscher Aussiedler aus dem östlichen Europa, der Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten. Rund zwei Millionen Euro für die Rekonstruktion des historischen Bahnhofs ließ sich die Landesregierung für die neue Dauerausstellung „Abschied, Ankunft, Neubeginn“ kosten. Die Kosten dafür teilten sich Bund und Land. AT

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