„Lügenpresse“ ist zum Unwort des Jahres 2014 gewählt worden. Eine Woche nach dem Angriff auf das französische Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ meldete die unabhängige „Unwort“-Jury unter dem Vorsitz von Sprachwissenschaftlerin Nina Janich ihre Wahl. Sie begründete die Auswahl des Begriffes mit seiner Geschichte und dem Kontext seiner heutigen Verwendung.

Nämlich werde „der Begriff „Lügenpresse“ gezielt von Leuten verwendet, die Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) steuern wollen“, sagte Janich. Dabei ist das Wort nicht neu. Es wurde bereits im Ersten Weltkrieg benutzt und diente den Nationalsozialisten zur Diffamierung unabhängiger Medien.

Der kultur– und medienpolitische Sprecher der CDU-CSU-Bundestagsfraktion lobte die Wahl der unabhängigen Sprachjury und verwies auf den Terroranschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“, der als Angriff auf die Presse– und Meinungsfreiheit in westlichen Demokratien gilt. (DV)

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