Festlicher Auftakt des kasachisch-deutschen Jubiläumsjahres

(V.l.n.r.) Solist Аzamat Zhyltyrgozov, Solistin Shakhrizada Тynyshtyk, Pianist Igor Kamenz, Botschafter Rolf Mafael, Chefdirigent des Sinfonieorchesters Astana Ernar Nurtazin, erster Vizeminister für Investitionen und Entwicklung Dr. Albert Rau, Generalkonsul Jörn Rosenberg.

Ein öffentliches Festkonzert zur Jubiläumsfeier der kasachisch-deutschen diplomatischen Beziehungen fand in der Astana Music Hall statt. Durchgeführt von der deutschen Botschaft Astana zusammen mit dem Akimat der Stadt Astana bot, es ca. 1000 geladenen Gästen sowie Bürgern der Stadt Astana einen feierlichen Jubiläumsauftakt.

Ein gut gefüllter Konzertsaal und ein begeistertes Publikum sorgten für eine erfolgreiche Durchführung des Festkonzerts anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Aufnahme deutschkasachischer Beziehungen am 11. Februar 1992. Für gute Stimmung im Saal wusste insbesondere der renommierte russisch-deutsche Pianist Igor Kamenz mit seinen Stücken zu sorgen. Der vielfache Preisträger internationaler Klavierwettbewerbe spielte Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 und erntete enthusiastischen Applaus. Andere Höhepunkte des Abends boten das Philharmonische Sinfonieorchester Astana mit Chefdirigenten Ernar Nurtazin sowie die kasachischen Solisten Shakhrizada Tynyshtyk und Azamat Zhyltyrgozov. Insgesamt erklangen neben dem klassischen deutschen Repertoire (Wagner, Beethoven, Brahms) auch Stücke kasachstanischer Poeten und Komponisten (Abai, Tulebajew, Tlendiew).

Der deutsche Botschafter Rolf Mafael hob in seiner Festrede vor dem Konzert die engen persönlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan hervor. Gleichzeitig äußerte Mafael den Wunsch, diese vertrauensvollen Beziehungen in Zukunft weiter ausbauen zu wollen. Von kasachischer Seite sprach der erste Vizeminister für Investitionen und Entwicklung, der Kasachstandeutsche Dr. Albert Rau.

Lesen Sie auch: Zwischen zwei Großmächten

Förderung seit 1992

Seit 1992 wurden diese Beziehungen in intensiver Weise ausgebaut. Eine der ersten Initiativen war die Aufnahme der Arbeit der Zentralstelle für Auslandsschulwesen, um den Fortbestand der deutschen Sprache an den kasachstanischen Schulen zu sichern. Umso schöner war die Programmüberraschung, als der Chor der 46. Schule in Astana, die seit 1995 als Gymnasium einen vertieften Deutschunterricht anbietet, zu Beginn des Konzerts die deutsche und kasachische Nationalhymne sang.

Berlin – Astana

Auch in Berlin trafen sich zuvor der Botschafter von Kasachstan in Deutschland, Bolat Nusupov und der Beauftragte für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien im Auswärtigen Amt, Andreas Peschke. Beide Parteien wiesen darauf hin, dass mit mehr als 25 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit durch die Bemühungen beider Staaten, Kasachstan und Deutschland, es in vielerlei Hinsicht gelang einen vertraulichen politischen Dialog zu sichern. Dabei werden bis heute auch beiderseitig günstige Handels– und Wirtschaftsbeziehungen erweitert. Im Gespräch wurde betont, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ihren Ausdruck in zahlreichen bilateralen Projekten gefunden hat. Die Partnerschaft in Rohstoff – und technologischen Bereichen, die Initiative „Nasarbajew und Merkel“ für die Entwicklung des dualen Systems der Bildung in Kasachstan, der Berliner Eurasische Klub usw. spiegeln den strategischen Charakter der kasachisch-deutschen Beziehungen wider, was auch ein gemeinsames Kommuniqué zum Jubiläum bestätigt.

Lesen Sie auch: Deutschland: Ein zuverlässiger Handelspartner für Kasachstan

Das Festkonzert war der Auftakt einer geplanten Veranstaltungsreihe, die im Jubiläumsjahr die vielfältigen Beziehungen der beiden Länder zum Ausdruck bringen wird. Die nächste Veranstaltung dieser Reihe wird das öffentliche Winterkonzert der deutschen Minderheit am 25. Februar in Pawlodar sein. Deutschland wird des Weiteren an der EXPO-2017 in Kasachstan teilnehmen und die neuesten Entwicklungen im Bereich der alternativen Energien präsentieren.
JB, DBA