Die heftigen internationalen Proteste hatten Erfolg: Ein tadschikisches Gericht revidierte das Urteil gegen den Journalisten Khayrullo Mirsaidov und setzte ihn auf freien Fuß. Ein Berufungsgericht in der Stadt Chudschand milderte eine zwölfjährige Haftstrafe in eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 7300 Euro und Sozialarbeit ab.

Der unabhängige Journalist war im Juli wegen angeblicher Unterschlagung verurteilt worden. Die Botschaften mehrerer westlicher Staaten, darunter auch Frankreichs und Deutschlands hatten daraufhin das Urteil heftig kritisiert. Menschenrechtler bezeichneten die Verurteilung als politisch motiviert: Mirsaidov habe Fälle von Korruption öffentlich gemacht. Anstatt den Vorwürfen nachzugehen, nahmen die Behörden Mirsaidov selbst fest. (dw)