Im Goethe-Institut trafen sich junge Journalisten zur XI. Zentralasiatischen Medienwerkstatt in Almaty. Das Medienprojekt gibt es seit 2006 und wird vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), dem Goethe-Institut und der Friedrich Ebert-Stiftung durchgeführt.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich innerhalb von drei Tagen eine Radioreportage machen kann“, wundert sich Kamila Dawadlatse über ihren Erfolg. Sie ist eine der 16 Teilnehmern der XI. Zentralasiatischen Medienwerkstatt (ZAM).

Dieses Jahr fand die ZAM zum neunten Mal statt. Dieses Medienprojekt veranstalteten das Institut für Auslandsbeziehungen, Goethe-Institut, Friedrich-Ebert-Stiftung und die Deutschen Allgemeinen Zeitung. In jedem Jahr arbeiten junge Journalisten mit Deutschlernen und Nachwuchsjournalisten aus Zentralasien an kleinen Projekten.

Dieses Jahr ging es darum, gebaute Radio-Beiträge oder Podcasts zu produzieren. Die Themen der Beiträge hatten die Referenten, ifa-Redakteur Dominik Vorhölter und Radio– und Zentralasien-Expertin Edda Schlager bereits im Vorfeld überlegt und recherchiert.

Journalisten lernten voneinander

Beide hatten sich das Ziel gesetzt innerhalb von fünf Tagen den Teilnehmenden Grundkenntnisse zu vermitteln, um diese auf der Stelle praktisch umzusetzen. Somit stand Gruppenarbeit auf dem Programm.

16 zentralasiatische Teilnehmer aus Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und Kasachstan wurden in fünf Gruppen aufgeteilt. Jede der Gruppen arbeitete zu einem der folgenden Themen: Deutsches Theater Kasachstan, Eurasische Union, Wasserprobleme in Zentralasien, Tourismus in Almaty und Situation von Behinderten in Kasachstan. Dabei wurden die Nachwuchsjournalisten und Deutschlerner unterstützt von deutschen Journalisten, die durch ihre Berufserfahrung die Leitung der einzelnen Gruppen übernommen hatten.

Aus Tadschikistan ist Studentin und Nachwuchsjournalistin Schachnos Bachtijorowa für die ZAM nach Almaty gereist. Sie studiert in Duschanbe Deutsch und schreibt nebenbei Artikel, unter anderem auch für die DAZ. Ihr hat besonders die praktische Arbeit während der ZAM und der Austausch mit anderen Journalisten gefallen: „Ich habe sehr viel gelernt und gesehen, zum Beispiel über die Arbeitsmethoden der deutschen Journalisten, aber auch viel über Gruppendynamik gelernt. Unsere gemeinsame Arbeit hat gezeigt, dass es unabdingbar ist, sich gegenseitig zu verstehen. Das war eine sehr wichtige Erkenntnis für mich.“

Besonders die interkulturellen Erfahrungen durch die gemeinsame Gruppenarbeit waren sowohl für die deutschen als auch für die zentralasiatischen ZAM-Teilnehmer wertvoll.
Neben der Arbeit an ihren kleinen Projekten besuchten die Journalisten das Deutsche Haus Almaty und die Redaktion der Deutschen Allgemeinen Zeitung. In den kommenden Ausgaben der DAZ sowie auf der Homepage des Instituts für Auslandsbeziehungen und des Goethe-Instituts werden die Ergebnisse der ZAM veröffentlicht werden.

Von Dominik Vorhölter

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