Der Präsident Kasachstans, Nursultan Nasarbajew, befindet sich derzeit auf Mission in Sachen Ökonomie. Nach einem zweitägigen Indienbesuch nimmt er gegenwärtig am Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos teil.

Während seiner Staatsvisite in Neu-Delhi vom 24 bis 26. Januar traf der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew unter anderem mit dem indischen Präsidenten Pratibha Devisingh Patil und seinem Außenminister Pranab Mukherjee zusammen. Einige Dokumente wurden unterzeichnet, darunter ein gemeinsames WTO-Protokoll, eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit von KazMunaiGaz und ONGC Mittal Energy Ltd. sowie ein Memorandum zwischen Kazatomprom und Nuclear Power Corporation of India Ltd.

Nasarbajew appellierte im Verlauf eines Wirtschaftsforums an indische Wirtschaftsentscheider, in Kasachstan zu investieren. Er deutete an, Kasachstan habe einige, möglicherweise für Indien interessante, Gemeinschaftsprojekte im Hinterkopf.

Er regte die Schaffung einer globalen Finanzbehörde unter Aufsicht der UNO an. „Ich denke, wir brauchen faire Finanzregeln und mehr als einen Emittenten.“ Der US-Dollar sei eine undemokratische, unfreie, konkurrenzlose und nicht kontrollierte „harte“ Währung. Die internationale Gemeinschaft solle eine globale, durch die UNO anerkannte und geeignete Kommissionen kontrollierte Tauscheinheit einführen, meinte Nasarbajew.

Am Rande seines Besuches traf er den Vizepräsidenten Mohammad Hamid Ansari, den Oppositionsführer Lal Krishna Advani, Sonia Gandhi, die Führerin der United Progressive Alliance und Indische Geschäftsleute.

Weiter nach Davos

Mittlerweile hält sich Nursultan Nasarbajew im schweizerischen Davos auf, wo er dem Weltwirtschaftsforum beiwohnt. Der Fokus des Forums ruht in diesem Jahr eher auf den Regierungen als auf Banken und Hedgefonds, so das „Wall Street Journal“. Dies sei, so das Blatt, dem Umstand geschuldet, dass nur Steuerzahler Geld und Einfluss auf den Verlauf der globalen Finanzkrise haben. „Vielleicht ist dies das erste Davos, auf dem der Kapitalismus als versagendes Modell wahrgenommen wird“, sagte Professor Insean Ethane Capstein von der French Business School. Das Weltwirtschaftsforum in Davos ist mit 40 Staatsoberhäuptern erheblich zahlreicher besetzt als noch im vergangenen Jahr.

Zwei Kernfragen des Forums sind, inwieweit sich die weltweite Rezession verschlimmern wird und wie das zu ihrer Überwindung nötige Wachstum erreicht werden kann. Vom Internationalen Währungsfonds IWF wird erwartet, dass er seine globale Wachstumsprognose auf unter 1 Prozent verringern wird, weil China seinerseits weniger Wachstum prognostiziert.

Die USA entsenden mit der Senior-Beraterin im Weißen Haus, Valerie Jarett, in diesem Jahr nur eine Repräsentantin nach Davos.

Erstmals in der Geschichte des Forums gehört der chinesische Premierminister Wen Jiabao zu seinen Teilnehmern. Von ihm wird – wie auch von Wladimir Putin sowie den japanischen, deutschen und britischen Vertretern – ein Redebeitrag erwartet. (Ferghana.ru / Kazakhstan Today)

30/01/09

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