Im vergangenen Jahr ist die Produktion weltweit um etwa fünf Prozent gestiegen – ein Zuwachs wie seit 1973 nicht mehr. Natürlich sind die Zuwachsraten höchst unterschiedlich ausgefallen: das BIP der USA wuchs um mehr als vier Prozent, das der EU um 2,2 Prozent. Besonders schnell wuchs diese Größe in den Entwicklungsländern (6,6 Prozent), darunter wiederum besonders schnell in Asien (7,6 Prozent). Auch die GUS-Staaten bleiben nicht zurück – das russische Wachstum mit 6,4 Prozent und das kasachische mit über neun Prozent liegen klar über dem Durchschnitt.

Im vergangenen Jahr ist die Produktion weltweit um etwa fünf Prozent gestiegen – ein Zuwachs wie seit 1973 nicht mehr. Natürlich sind die Zuwachsraten höchst unterschiedlich ausgefallen: das BIP der USA wuchs um mehr als vier Prozent, das der EU um 2,2 Prozent. Besonders schnell wuchs diese Größe in den Entwicklungsländern (6,6 Prozent), darunter wiederum besonders schnell in Asien (7,6 Prozent). Auch die GUS-Staaten bleiben nicht zurück – das russische Wachstum mit 6,4 Prozent und das kasachische mit über neun Prozent liegen klar über dem Durchschnitt.

Fakten bleiben Fakten, sagt ein russisches Sprichwort. Dennoch: alles ist relativ. Allein auf die Wachstumsraten zu schauen, wäre sehr einseitig. Schließlich sind das relative Größen, die zwar einen Anhaltspunkt geben, aber dennoch nicht so dramatisch viel über den Zustand einer Volkswirtschaft aussagen. Viele Länder hängen zum Beispiel sehr einseitig von nur ein, zwei konkurrenzfähigen Exportprodukten (Kaffee, Kakao, Öl) oder vom Tourismus ab. Das birgt meist den Keim der Instabilität. Außerdem stehen hinter dem relativen Wachstum immer auch sehr unterschiedliche absolute Zahlen. Wenn wir einmal nur überschlägig das Relative (in Prozent) und das Absolute (in Dollar) zum Beispiel zwischen Kasachstan und Deutschland vergleichen, wird das sehr augenfällig . Etwa (aufgerundet) zehn Prozent Zuwachs in Kasachstan und knapp zwei Prozent Zuwachs in Deutschland bedeuten bei einem pro-Kopf-BIP in Kasachstan von etwa 2 500 Dollar und in Deutschland von etwa 30 Tausend Dollar, ein absolutes Pro-Kopf-Wachstum von 250 Dollar in Kasachstan und 600 Dollar in Deutschland. Die Reichen werden also relativ langsamer, aber absolut immer noch schneller reicher. Hinzu kommt: Orientierung auf quantitatives Wachstum allein sollte eigentlich besser der Vergangenheit angehören. Denn mittlerweile sind die Zeichen dafür, dass wir durch unsere Art des Wirtschaftens unseren Planeten spürbar überfordern, höchst eindeutig und von niemandem mehr zu übersehen – wenn man denn sehen möchte.

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