Drei goldene Kraniche symbolisieren die unternehmerische Kompetenz: In den Jahren 2006, 2007 und 2008 ist das Reisebüro Transavia als bester Lufthansa-Partner in Kasachstan ausgezeichnet worden. Dieses Jahr wartet Generaldirektor Viktor Matwejew noch auf die Enscheidung, die erst im April fallen wird. Zuversichtlich darf der Chef der Reisebürokette mit Filialen in ganz Kasachstan, Moskau und Minsk schon jetzt sein, denn Lufthansa hat sein Unternehmen zum Franchise-Partner gewählt.

/Bild: Christine Karmann. ‚Schanna Muchamedowa, Leiterin der Verkaufsabteilung von Transavia, trägt bereits ihre Lufthansa-Uniform und freut sich auf ihre ersten Kunden.’/

Am 18. Februar ist das erste Lufthansa City Center Kasachstans in Astana eröffnet worden. Viktor Matwejew über verbesserte Serviceleistungen, seinen Lieblingsurlaub und die Zusammenarbeit mit der deutsch-kasachstanischen Assoziation der Unternehmer.

Herr Matwejew, welche Möglichkeiten bietet das erste Lufthansa City Center Kasachstans in Astana?

Wir werden für unsere Privat- und Business- kunden das komplette Leistungsspektrum einer Reise anbieten. Zusätzlich zu Flügen, können die Kunden jetzt auch Hotels, Pauschal- und Individualreisen, Kreuzfahrten, Mietwagen, Last Minute und vieles mehr über uns buchen. Die Zusammenarbeit mit Lufthansa garantiert höchste Qualität und beste Koordinationen durch die Stärke des Netzwerks von über 600 Reisebüros weltweit. Natürlich bieten wir auch Sonderkonditionen bei zahlreichen Hotels, Airlines und Autovermietern an.

Sie eröffnen das Lufthansa City Center im Jahr „Deutschland in Kasachstan“ 2010. Welche Wirkungen verspricht das Projekt auf die deutsch-kasachstanischen Beziehungen?

Wir freuen uns, das Lufthansa City Center in diesem besonderen Jahr im Rahmen der Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan zu eröffnen. Wir versprechen uns von dem Projekt vielfältige Impulse für die Möglichkeit einer weiteren Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Businesskunden aus Deutschland wird es jetzt erstmals möglich sein, die Sicherheit und den Komfort eines engen Betreuungs- und Servicenetzes zu nutzen.

Bisher konnten z.B. nur Zimmer in den großen Fünf-Sterne-Hotels in der Hauptstadt online gebucht werden, jetzt können Kunden durch das Angebot von Lufthansa City Center auch Hotels und Serviceleistungen in regionalen Zentren wie Schymkent, Atyrau oder Pawlodar reserviert werden. Diese Möglichkeit bietet für Kasachstan die Chance, auch Unternehmer stärker in die Weiten des Landes zu locken und dort Handelsbeziehungen aufzubauen.
Die Arbeit in einem internationalen Reisebüro gilt bei vielen jungen Menschen als Traumjob. Auf welche Qualifikationen achten sie besonders, wenn Sie neue Mitarbeiter einstellen?

An erster Stelle stehen für mich soziale Kompetenzen. Die Soft Skills sollte ein Mitarbeiter schon vor seiner Einstellung mitbringen. Die fachlichen Kompetenzen bringen wir unseren Mitarbeitern on the job und in speziellen Weiterbildungen näher. Natürlich sind relevante Vorkenntnisse im Tourismus, insbesondere Sprachkenntnisse, bei der Bewerbung ein Plus.

Wohin verreisen Kasachstaner am liebsten?

Die klassischen Reiseziele der Kasachstaner sind die Türkei und Thailand. In geringerem Maße verkaufen wir auch Städtereisen nach Europa und Kurztripps nach China.

Sie fliegen beruflich drei bis vier Mal pro Monat. Wo verbringen Sie persönlich am liebsten Ihren Urlaub?

Da schließe ich mich der Meinung meiner Landsleute an. Bei einem Strandurlaub in der Türkei erhole ich mich am besten.

Transavia ist schon seit einigen Jahren Mitglied in der deutsch-kasachstanischen Assoziation der Unternehmer (DKAU). Von welchen Leistungen der DKAU profitieren Sie am meisten?

Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der DKAU sehr und profitieren in erster Linie von dem Informationsaustausch unter den Mitgliedern. So haben wir von dem Senior Experten Service (SES) erfahren und uns um einen deutschen Experten beworben, der uns durch seine Kenntnisse und sein Wissen neue Perspektiven eröffnet. Der ehrenamtlich tätige Senior Experte analysierte unseren Kundenservice, insbesondere die Wünsche korporativer Klienten aus Deutschland. Wir haben viele neue Ideen und Strategien mitgenommen.

Inwieweit spüren sie die globale Finanzkrise in Ihrer Branche?

Die Talfahrt der Weltwirtschaft hat wohl keine Branche verschont und auch die Reiseindustrie vor neue Herausforderungen gestellt. Die Krise spüren wir in erster Linie im Rückgang der Buchungen. Wir erhoffen uns von der Zollunion zwischen Kasachstan, Belarus und Russland eine Belebung des Geschäfts. Bisher haben wir nur saisonale Touren nach Belarus angeboten. Jetzt prüfen wir die Perspektiven der Ausweitung der Angebote.

Das Gespräch führte Christine Karmann.

19/02/10

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