Narrenhände beschmieren Häuserwände. So zum Beispiel reden Kunstbanausen abfällig über die Graffiti- und Straßenkünstler. Sie lud die westlich ausgerichtete Mauerseite des einstigen geteilten Berlins kurz nach der Wende dazu ein, sich kreativ an ihr auszutoben. Auf der Ostseite war ja schon kein Platz mehr für innovative Straßenkunst, denn die Mauer konnte jeder Westberliner berühren, ohne in Lebensgefahr zu geraten. Auf der anderen Seite sah das ganz anders aus. So haben bekannte Künstler aus ganz Europa ihre Freude über den Fall des Eisernen Vorhangs auf dem Mauerabschnitt zwischen der Warschauer Straße und dem Ostbahnhof zum Ausdruck gebracht, und ihn in die „East-Side-Gallery“ verwandelt. Sie ist das längste Stück der Berliner Mauer, das noch erhalten geblieben ist und zieht jährlich zahlreiche Touristen an, die sich auf ihr verewigen wollen. (DV)

 

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