Das Interesse an der deutschen Sprache im Ausland ist nach Angaben des Goethe-Instituts ungebrochen. Im auslaufenden Jahr nahmen weltweit 244 000 Menschen an den Sprachkursen des Instituts teil – rund 2000 mehr als im Vorjahr, wie Institutspräsident Klaus-Dieter Lehmann am vergangenen Dienstag mitteilte. Die Zahl der Deutschschüler im Inland sank dagegen von 36 000 auf 28 000. Bei den Sprachprüfungen gab es im In- und Ausland zusammen einen Anstieg von 484 000 auf 510 000.

Sorgen macht dem weltweit tätigen Kulturinstitut die zunehmende Einschränkung der Kunst- und Meinungsfreiheit. „In den letzten Jahren hat sich der Druck auf die Zivilgesellschaften durch nationalistische und autokratische Bewegungen, staatliche Repressionen oder gar kriegerische Auseinandersetzungen erhöht“, so Lehmann.

Dabei sei das Goethe-Institut selbst in der Regel nicht betroffen, sagte er. Vielmehr würden die Kooperationspartner vor Ort unter Druck gesetzt oder verunsichert und hätten dadurch nicht mehr den Mut zu einer Zusammenarbeit. „Wir werden von einem Frei- und Dialograum zunehmend auch zu einem Schutzraum. (dpa)

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