Anke Papst, Sprachkoordinatorin des BiZ (Bildungs- und Informationszentrum) in Moskau, über die Ziele der Einrichtung und ihre langfristige Perspektiven

DAZ: Was sind die Ziele des BiZ?

Anke Pabst: Das BiZ (Bildungs- und Informationszentrum) ist die zentrale Bildungs- und Informationseinrichtung der Russlanddeutschen in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Hauptaufgaben des BiZ sind die Förderung einer weiteren Vernetzung der Begegnungsstätten der Russlanddeutschen sowie der russlanddeutschen Organisationen, die Koordination der Bildungs- und Informationsarbeit, die Ausbildung und Betreuung von Multiplikatoren sowie Erarbeitung und Verbreitung von methodischen Materialien für die Arbeit in den Begegnungsstätten.

Die Ausbildung von einheimischen Multiplikatoren erfolgt in zwölf Ausbildungsrichtungen. Die Multiplikatoren sollen dann in den jeweiligen Regionen für Wissenstransfer sorgen.

DAZ: Welche Regionen sind das?

Pabst: Es gibt 20 Knotenpunkte im Einzugsgebiet des BiZ, sie liegen in Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan, den baltischen Ländern, der Ukraine und in 14 Regionen in Russland. An jedem Knotenpunkt werden jeweils zwei Multiplikatoren zu Ausbildungsseminaren nach Moskau geschickt.

DAZ: Um was für Ausbildungsrichtungen handelt es sich?

Pabst: Berufsorientierung, Gesundheitserziehung, Jugendarbeit (im Bereich der Sprache ist das die Arbeit in Sprachlagern und die Spracharbeit mit Kindern), Management der Begegnungstätten und -zentren, Kulturmanagement, neuerdings auch Fundraising.

DAZ: Zeichnen sich für die Arbeit des BIZ nennenswerte Entwicklungen ab?

Pabst: Das BiZ ist ein derzeit noch voll durch BMI-Mitteln finanziertes Projekt. Aber es gibt Überlegungen, wie wir die Einrichtung unter dem Blickpunkt der Nachhaltigkeit weiterführen können. Hier käme dann auch eine Vermarktung in Frage.

DAZ: Vielen Dank für das Gespräch!

Das Gespräch führte Matthias Echterhagen

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