Im Umfeld der rechtspopulistischen Alternativen für Deutschland hat sich ein Verein mit dem Namen „Neudeutsche“ gegründet, der Wähler mit Migrationshintergrund für die Partei gewinnen will.

Man wolle „die falsche öffentliche Wahrnehmung der AfD“ korrigieren und dem „«Bild der AfD als einer angeblich ausländerfeindlichen Partei“ entgegenwirken, sagte der AfD-Bundestagsabgeordnete Anton Friesen am Montag in Berlin. Der in Kasachstan geborene Politiker ist einer der beiden Vorsitzenden des Vereins, der zweite ist der Bremische Bürgerschaftsabgeordnete Alexander Tassis, ein gebürtiger Grieche.

„Und wir wollen natürlich mit unserer direkten migrationsspezifischen Erfahrung auch in die Partei hineinwirken“, ergänzte Friesen. Er kündigte an, der momentan 20 Mitglieder zählende Verein werde sich bereits in den bevorstehenden Wahlkämpfen engagieren. Der Verein nehme nur AfD-Mitglieder auf, sagte Tassis. Daneben gebe es die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft für Nicht-AfD-Mitglieder.

In einem Manifest, zu dem sich neue Mitglieder bekennen müssen, verlangt der Verein unter anderem eine „Erziehung zum Patriotismus von Anfang an“, eine „umfassende Deislamisierung Deutschlands“ und die „Verankerung des Rechtes auf Heimat im Grundgesetz“. (dpa)

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