Tannenbaum, Girlanden, der Geruch nach Mandarinen und der Geschmack von Sekt sind die typischen Elemente einer Neujahrsfeier in Kasachstan. Doch Arten zu feiern gibt es viele. Die DAZ stellt die originellsten Ideen aus der Hauptstadt Astana vor.

Die 15-jährige Schülerin Alija will zu Silvester zu ihren Großeltern in ein Dorf nördlich von Astana fahren. Ihre Eltern müssen arbeiten und haben daher keine Möglichkeit, die Stadt für drei Tage zu verlassen. Doch Alija konnte ihren Willen durchsetzen und bekam von ihren Eltern die Erlaubnis, dieses Jahr getrennt von ihnen zu feiern. „Meine Oma und Opa sind schon sehr alt, deshalb denke ich oft daran, dass wir häufiger Zeit zusammen verbringen müssen. Mit Freunden zu feiern werde ich noch viel Gelegenheiten haben“. Für eine für Teenager untypische Ansicht bekommt das Mädchen in unserem Rating den fünften Platz.

Die 24-jährige Projektmanagerin Meruert (24) plant eine große Feier zu organisieren, zu der sie 17 Personen eingeladen hat – und die soll in einer Zweiraumwohnung stattfinden! Alle Freunde wurden von Meruert benachrichtigt, dass sie sofort zurück nach Hause geschickt würden, wenn sie nicht kostümiert kämen. „Sie wissen schon, dass ich in diesem Sinne unerbittlich bin“, erzählt Meruert schmunzelnd. Sie sagte schon einmal kurzerhand ihrer Geburtstagsparty zwei Gästen „tschüs!“, die ihre „Kostümkonzeption“ nicht anerkennen wollten. Für eine kompromisslose, harte Ideenverwirklichung schenken wir „der unerbittlichen Chefin“ den vierten Platz.

Der 54-jährige Geschäftsmann Alexander bereitet sich auf eine romantische Silvesternacht zu zweit mit seiner Ehefrau vor. „Unsere Kinder sind schon selbstständig, jetzt haben wir endlich genug Zeit, um unsere Beziehungen aufzufrischen“, sagt er. Für die Fähigkeit, die Leidenschaft in seiner Liebesbeziehung langfristig aufrechtzuerhalten, geben wir Alexander einen würdigen dritten Platz.

Die 37-jährige Buchhalterin Jelena hat eine eigene Tradition für den 1. Januar eingeführt. Sie bäckt zusammen mit ihrer besten Freundin an diesem Tag frühmorgens eine riesige Torte, während alle anderen noch schlafen. Sie und ihre Freundin glauben: Wenn man den Morgen des ersten Tages im neuen Jahr aktiv und nützlich beginnt, wird man das ganze Jahr aktiv und nützlich verbringen. Die beiden geben zu Protokoll, dass der von ihnen ausgedachte Aberglaube schon drei Jahre funktioniere. Für das Erfinden einer witzigen Tradition landen die Freundinnen auf dem zweiten Platz.

Der 31-jährige Informationstechnologe Rassul und die 33-jährige Büromanagerin Olga beginnen schon am 30. Dezember Neujahr zu feiern. Als Ort für ihre Feier haben sie ihre Datscha gewählt, die sie sehr nett und gemütlich für ein großes Familienfest finden. Dabei planen sie Schaschlik zu braten und außerdem noch ein Paar Spiele für die Gäste im Freien durchzuführen. Es ist das erste Mal, dass sie auf die Idee kamen, das neue Jahr auf diese Art und Weise zu begrüßen. Für die Offenheit für neue Ideen und die Tapferkeit, bei Temperaturen unter -30 Grad im Freien zu feiern, verleihen wir diesem verwegenen Paar den Titel des Gewinners unseres Ratings.

Insgesamt wurden 21 Personen in einem Einkaufszentrum in Astana befragt. Von den restlichen 16 Befragten im Alter von 19 bis 58 Jahren antworteten acht Personen, dass sie Neujahr zu Hause mit der Familie feiern werden, weil es ein Familienfest sei. Drei weitere haben schon in einem Restaurant oder Club einen Tisch bestellt. Zweien war es nach eigenem Bekunden ganz egal, wie sie feiern werden. Sie entscheiden „diese Kleinigkeit“ am 31. Dezember. Die übrigen drei Menschen mieten eine Wohnung oder versammeln sich zu Hause bei Freunden, um eine verrückte und unvergessliche Party zu feiern.

Von Xenia Sutula

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