Die diplomierte Opernsängerin (Sopran) Helena Kolb widmet sich neben klassischen Opernrollen auch der Interpretation des Kunstliedes und experimentiert im Bereich des Musiktheaters. In ihrer kreativen Wandlungsfähigkeit bewegt sich die Sopranistin zwischen klassischem und populärem Musikrepertoire.

„Vielmehr als eine klassische Interpretenkarriere reizt mich die Selbstverwirklichung als Künstlerin“, sagt Kolb. Sie lässt ihrer Stimme gern die Freiheit im Ausdruck, mal folkloristisch, mal ironisch-melancholisch, mal dramatisch. Wobei Gesang und schauspielerische Fähigkeit immer wieder zu einer gelungenen Komposition zusammenfließen.

Helena Kolb wurde in einer russlanddeutschen Familie in Kasachstan geboren. Ihre Vorfahren wurden während des Deutsch-Sowjetischen Krieges 1941 aus der Ukraine nach Sibirien deportiert. Anschließend kam die Familie nach Kasachstan, von dort aus ging es zurück in die Urheimat Deutschland.

Aufgewachsen ist Kolb mit Musik aus verschiedenen kulturellen Richtungen, dazu gehört auch die Prägung durch die klassische Musik. Ihr Gesangstudium mit Diplomabschluss absolvierte sie 2005-2011 an der Musikhochschule Nürnberg, belegte nachher einen Lied-Meisterkurs und ein Gesangs-Privatstudium in Berlin. Ergänzend folgten ein Training in Schauspiel (Actors Space Berlin) sowie in Repertoire Coaching und Korrepetition (Raminta Lampsatis). Während der Studienzeit wirkte Kolb bei Opernproduktionen und klassischen Konzerten als Sängerin mit und trat in Kurzfilmen als Schauspielerin und Vokalkünstlerin auf.

Seit 2011 ist sie in Berlin als freischaffende Künstlerin tätig (klassischer Gesang, Entwicklung von eigenen genreübergreifenden Programmen, Gesangsunterricht) mit Engagement in Deutschland oder auch in Indien und Kurdistan. Dank der Agentur muventa network international trat und tritt sie im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum 110-jährigen Bestehen des Preußischen Herrenhauses im Bundesrat auf. Mit dem Trio „Laccasax“ (Timofey Sattarov am Akkordeon, Andrej Lakisov am Saxofon und an der Gitarre und Bernd Gesell am Kontrabass) tritt sie als Ensemble „Helena Lee Qubel und Sputniki“ mit eigenen Programmen auf. Beim Kulturprogramm im Rahmen der VIII. Deutsch-Russischen Festtage in Berlin zeigte sie die szenische Musikperformance der Heimatsuche einer Migrantin und beteiligte sich außerdem an der Podiumsdiskussion zum Thema „Integration und Partizipation von Russlanddeutschen in Deutschland“ im Kulturhaus Karlshorst am 4. Juni. 2015 wird Helena Kolb als freies Mitglied von Vocalconsort in der Opernproduktion Moses und Aaron von A. Schönberg an der Komischen Oper zu hören und zu sehen sein. www.helenakolb.de

Dieser Artikel erschien zuerst in der Zeitschrift der Landsmannschaft der Russlanddeutschen „Volk auf dem Weg“. Wir veröffentlichen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

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