Eine Immobilienblase wird immer wahrscheinlicher. In deutschen Großstädten steigen die Miet– und Kaufpreise für Wohnungen stetig. Die Tagesschau berichtete über eine aktuelle Studie der Commerzbank.

Daraus geht hervor, dass besonders in den Ballungsräumen die Preise angezogen haben. Zum Beispiel in Frankfurt errechnete die Commerzbank einen Preisanstieg für Wohnungen von 18 Prozent. In München kostete im Mai 2014 ein neu gebautes Wohnhaus 13 Prozent mehr als im Jahr 2013. In Hamburg sind die Preise um 10 Prozent gestiegen.

Der Ökonom Moritz Schularik ist davon überzeugt, dass die Niedrigzinspolitik die Nachfrage nach Immobilien immer stärker anheize. Er beschäftigte sich in einer Langzeitstudie mit den Zusammenhängen lockerer Finanzpolitik, steigenden Immobilienpreisen und Finanzkrisen. Die Studie kommt zu dem Fazit, dass Hauspreise im Vergleich um fünf Prozent steigen, wenn Zinsen für Kredite um ein Prozent fallen.

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank ist innerhalb von einem Jahr von 0,75 auf 0,25 gefallen. Kürzlich mahnte der Präsident der Bundesbank Jens Weidmann vor der Gefahr einer Immobilienblase in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte kürzlich, dass es Anzeichen für Preisentwicklungen gäbe, die gefährlich seien.

Ökonomen wie Schularik wissen, dass es erst gefährlich werde, wenn die Preise steigen und die Leute immer mehr Kredite aufnehmen. Ein solches Kreditwachstum sei im Moment nicht zu erwarten. (DV)

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