Usbekistan führt e-Visa ein

Usbekistan e-Visa
Ein usbekisches Visum, ausgestellt in Deutschland. | Bild: wikimedia commons

Nach Lockerung der Einreiseregeln und teilweisen Aufhebung der Visumspflicht für mehrere Staaten Anfang des Jahres gibt es nun weitere Reformen im usbekischen Visumssystem.

Seit dem 15. Juli 2018 können für Usbekistan elektronische Touristenvisa beantragt werden. Außerdem können minderjährige Ausländer bis 16 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen künftig ganz ohne Visum einreisen. Wer einen Transitflug über einen internationalen usbekischen Flughafen hat, kann sich ebenfalls bis zu fünf Tagen visumsfrei in dem Land aufhalten.

Die neuen Visumsregeln gelten für Staatsbürger von insgesamt 101 Ländern. Das E-Visum kann über die Seite e-visa.gov.uz beantragt werden und kostet 20 US-Dollar. Es berechtigt zur einmaligen Einreise mit einem Aufenthalt in Usbekistan bis zu 30 Tagen und ist für 90 Tage ab dem Zeitpunkt der Ausstellung gültig.  Für die Bearbeitung sind drei Werktage, inklusive des Tages der Antragstellung, vorgesehen. Nach erfolgreicher Prüfung wird das erteilte e-Visum dem Antragsteller per E-Mail zugesendet.

Laut gazeta.uz wurden allein in den ersten drei Tagen nach der Einführung des E-Visums bereits knapp 200 Anträge von Bürgern aus 28 Ländern eingereicht. Außerdem berichtet die Zeitung, dass bis Oktober dieses Jahres neben dem Touristenvisum weitere Kategorien eingeführt werden sollen:

  • Silkroad – für Touristen, die in den anderen Ländern der Seidenstraße reisen, mit der Möglichkeit, dass Visa dieser anderen Länder in Usbekistan anerkannt werden;
  • Vatandosh – ein Fünf-Jahres-Visum für Auslandsusbeken und ihre Familienangehörigen;
  • Goldenes Visum – ein Zehn-Jahres-Visum für große ausländische Investoren

Bis März 2019 sollen außerdem Vorschläge erarbeitet werden, für welche weiteren Länder die Visumsregeln gelockert werden können.

Umfassende Informationen zum Antragsprozess gibt es hier: www.uzbekistanvisa.org

Übersicht der Länder, für die die neuen Visumsregelungen seit dem 15. Juli 2018 gelten:

  • Albanien
  • Algerien
  • Andorra
  • Antigua und Barbuda
  • Äquatorialguinea
  • Argentinien
  • Australien
  • Bahamas
  • Bahrain
  • Barbados
  • Belgien
  • Belize
  • Bhutan
  • Bosnien und Herzegowina
  • Brasilien
  • Brunei Darussalam
  • Bulgarien
  • Chile
  • China, einschließlich der Sonderverwaltungsregion Hongkong
  • Costa Rica
  • Dänemark
  • Deutschland
  • Dominica
  • Dominikanische Republik
  • Ecuador
  • Estland
  • Fidschi
  • Finnland
  • Frankreich
  • Gabun
  • Grenada
  • Griechenland
  • Guatemala
  • Guyana
  • Honduras
  • Indien
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Jamaika
  • Kanada
  • Katar
  • Kolumbien
  • Kroatien
  • Kuwait
  • Lettland
  • Libanon
  • Liechtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malediven
  • Malta
  • Marokko
  • Mauritius
  • Mazedonien
  • Mexiko
  • Monaco
  • Mongolei
  • Montenegro
  • Nauru
  • Neuseeland
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Oman
  • Österreich
  • Palau
  • Panama
  • Peru
  • Philippinen
  • Polen
  • Portugiesische Republik
  • Rumänien
  • San Marino
  • Saudi-Arabien
  • Schweden
  • Schweiz
  • Serbien
  • Seychellen
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Sri Lanka
  • St. Kitts und Nevis
  • St. Lucia
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Südafrika
  • Surinam
  • Thailand
  • Trinidad und Tobago
  • Tschechien
  • Tunesien
  • Turkmenistan
  • Ungarn
  • Uruguay
  • Vatikanstadt
  • Venezuela
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Vereinigte Staaten von Amerika
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland
  • Vietnam
  • Zypern