„Wiedergeburt“ ist und bleibt ein wichtiger Ansprechpartner

Die Assoziation der Gesellschaften der Deutschen Kasachstans spielt nach wie vor eine wichtige Rolle in der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kasachstan. Während der 11. Sitzung der deutsch-kasachischen Regierungskommission wurde unter anderem über Fördermittel und Planungen gesprochen. Ebenso fanden innerhalb der Vereinigung Wahlen statt.

 

Alexander Dederer bleibt Vorsitzender der „Wiedergeburt“. In Astana bestätigten die Delegierten der lokalen Gesellschaften der Vereinigung der Deutschen in Kasachstan Dederer. Ebenso in Astana trafen sich die Vertreter der Assoziation „Wiedergeburt“ mit dem Beauftragten der Bundesrepublik Deutschland für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Christoph Bergner und dem Stellvertretenden Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Kasachstan, Dr. Alexej Wolkow zur 11. Sitzung der deutsch-kasachischen Regierungskommission.

Wahl sorgte für Gesprächsstoff

Alle drei Jahre stellt sich der Vorsitzende der Assoziation „Wiedergeburt“ zur Wahl. Dieses Jahr hatte Alexander Dederer mit Ruben Bachmann, dem Vorsitzenden des Jugendverbandes der Deutschen in Kasachstan, einen Herausforderer. Seine Kandidatur sorgte schon Wochen vor der Wahl für Gesprächsstoff in den lokalen Gesellschaften.
Dr. Bergner gratulierte zur Wiederwahl: „Ich glaube, dass die lebhafte Diskussion notwendig war. Es gibt innerhalb der Assoziation Probleme, die geklärt werden müssen. Insofern hätte ich mir gewünscht, dass die Satzung und die Geschäftsordnung klarer formuliert werden. Da diese Regeln sehr unbestimmt sind, ist es kein Wunder, dass es zu Auseinandersetzungen gekommen ist.“
Insgesamt gibt es in Kasachstan 18 lokale Gesellschaften, die vom Vorsitzenden der Assoziation „Wiedergeburt“ geleitet werden. Ihm obliegt die nicht immer leichte Aufgabe, die Interessen aller lokalen Verbände unter einen Hut zu bekommen, aber auch als Ansprechpartner für die Bundesregierung Deutschland zur Verfügung zu stehen.

Gegenseitige Zusammenarbeit pflegen

Dafür wird von deutscher Seite aus die deutsch-kasachische Regierungskommission eingesetzt. „Sie koordiniert die Zusammenarbeit mit den ethnischen Deutschen in Kasachstan und versucht einerseits die Interessen derer zu wahren, die in Deutschland sind, aber auch derer, die in Kasachstan geblieben sind, sie zu unterstützen und ihre Lebensqualität zu verbessen“, fasst der Parlamentarische Sekretär und Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Christoph Bergner, die Aufgaben der Kommission zusammen.
Thema der Sitzung waren auch die Fördermaßnahmen und Planungen für das bevorstehende Jahr. „Die Assoziation „Wiedergeburt“ wird im Jahr 2014 von der Bundesregierung Mittel in Höhe von 1.670.000 Euro zur Verfügung haben“, weiß Alexander Dederer. Mit diesen Mitteln werden das Deutsche Haus erhalten, Deutschunterricht für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, ethnokulturelle Tätigkeiten, und fakultative Bildungseinrichtungen sowie die Sozialförderung der deutschen Minderheit und die regionalen Gesellschaften finanziert. Ebenso erhält die Assoziation „Wiedergeburt“ Unterstützung vom kasachischen Staat im Rahmen der staatlichen Förderung der Ethnien und
Kulturen. Diese spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit wider, die in den vergangenen Jahren immer enger geworden ist. „Die Assoziation hat über die Jahre eine immer bedeutendere Rolle bekommen. In einem so großen Land wie Kasachstan können wir nicht mit jeder einzelnen „Wiedergeburt“ enge Zusammenarbeit pflegen. Daher sind wir dankbar dafür, dass wir in der Assoziation einen zentralen Ansprechpartner haben“, sagt der Botschaft der Bundesrepublik, Dr. Guido Herz.