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“Русским” немцам

“Я от жизни смертельно устал,
Ничего от неё не приемлю,
Но люблю мою бедную землю,
От того, что иной не видал”.
О. Мандельштам

Вспоминаю и вспомнить боюсь
Молодое шумливое лето,
Где в глаза мне – зелёная грусть,
А на сердце плохая примета.
Только небо услышит мольбу,
Счастью в жизни недолгие встречи,
Снова ветер людскую судьбу
Доверяет скитаниям вечным.
Не задам я вопрос: почему
Это каждый, наверное, знает
И, собрав на дорогу суму,
С казахстанской земли уезжает.
И на кладбище спешно зайдя –
Нет минутки, торопят машины –
Горсть с землею в ладонях зажав,
Плачут даже седые мужчины.
Остаются могилы одни.
Только стаи неслышно поднимет,
Долго будут кружиться они
Словно кровные дети над ними.
Промелькнут напоследок поля,
В душу ветры степные нахлынут,
Промолчит без упрёка земля
В час, когда её дети покинут.
Я об этом судить не берусь.
Это дело, наверное, Бога,
Затаив неизбывную грусть,
Я стою у родного порога.
Будет всё так, как нынче сбылось,
В век степного сожжённого лета.
Только выболит сердце насквозь,
Не найдя на вопросы ответа.

Надежда Рунде

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An die Russlanddeutschen

Ich hab mich vom Leben gewandt,
Was habe ich hier noch zu holen.
Doch mag ich die elende Scholle,
Ich hab ja nichts Andres gekannt.
Osip Mandelstam

Ich erinnere mich: Er ist hin,
Dieser laute verworrene Sommer.
Vor den Augen – die Schwermut in Grün.
Und mein Herz, ach, das war so beklommen.
Nur der Himmel erhört es bestimmt.
Kurze Augenblicke nur miteinander.
Wieder hat schon ein eiskalter Wind
Sie verweht, diese ewigen Wandrer.
Und ich will gar nicht fragen: Warum
(Denn das kann doch wohl jeder schon fassen)
Diese Leute, verschwiegen und stumm,
Die kasachische Steppe verlassen.
Schnell zum Friedhof! Man hat keine Zeit
Bei dem eifrigen Laufen und Rennen.
Und da sind wohl zum Weinen bereit
Auch gefühlsarme Frauen und Männer.
Und die Gräber, die bleiben allein.
Und die Raben darüber nur kreisen.
Und so trauervoll schauen sie drein
Wie die Kinder, die plötzlich verwaist sind.
Weite Felder dann huschen vorbei.
Trockne Winde die Seele erfassen.
Auch das Land ist von Vorwürfen frei,
Wenn die Kinder die Steppe verlassen.
Und ich kann nicht darüber hinweg.
So was kann nur der Himmel, der helle.
Meinen Kummer im Herzen versteckt,
Stehe ich an der heimischen Schwelle.
Und so ist es, so ist’s allerwärts –
Diese Sommerzeit hat keine Sünde.
Nur verblutet mir völlig mein Herz,
Weil ich nie eine Antwort drauf finde.

Ins Deutsche übersetzt von Viktor Heinz

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