Deutscher Autor liest in Zentralasien

Fridolin Schley | Foto: Juliane Brückner ©

Ein Mädchen, das aus seinem somalischen Heimatdorf fliehen muss, ein Medizinstudent auf der Suche nach seinem Vater, ein Liebespaar, das sein Glück wieder neu aufleben lassen will – obwohl die Themenfelder variieren, drehen sich die Erzählungen des Autors Fridolin Schley stets im engsten Kreis um ihre Protagonisten.

Auf diese Weise gelingt es ihm, Reflexionen des Weltgeschehens auf den Handlungsoberflächen seiner Prosa aufscheinen zu lassen, ohne die subjektive Weltsicht der Figuren zu überschreiten. Seine Herangehensweise ist eben aus diesem Grund prädestiniert für die Darstellung der sozialen und politischen Realität unserer Gegenwart.

Ab dem 14. September finden in den Sprachlernzentren des Goethe-Instituts Bischkek, Almaty, Karaganda und Astana Lesungen des Autors statt, in denen er nicht nur einen Einblick in sein bereits publiziertes Erzählwerk geben wird, sondern auch einen noch unveröffentlichten Band vorstellen möchte. Als Prosaautor, Essayist und Fotograf gelingt es Schley, einen vertieften Einblick in verschiedene aktuelle gesellschaftliche Debatten zu geben. Seine vielseitige und wortgewandte Textgestaltung, aus der eine eingehende Beschäftigung mit W. G. Sebald spricht, wurde bereits durch zahlreiche Auszeichnungen gewürdigt.

Fridolin Schley liest in den Sprachlernzentren des Goethe-Instituts Almaty (14.09), Bischkek (15.09), Karaganda (18.09) und Astana (19.09) aus seinem Prosawerk.

Mehr Informationen: +7 747 8161 541, bibl@almaty.goethe.org.

Fridolin Schley wurde 1976 in München geboren. Die ersten literarischen Bücher veröffentlichte er bereits als Student. Dem Roman Verloren, mein Vater (2001), der mehrfach ausgezeichnet wurde, folgten die Erzählbände Schwimmbadsommer und Wildes schönes Tier, der 2007 den Tukan-Preis erhielt. 2013 erschienen die Erzählungen Die leuchtende Stadt im Kollektivportal ‚Autorenedition Sarabande‘, 2014 das Essay-Foto-Buch Die Achte Welt. 2015 gab er das Buch Fremd heraus, eine Anthologie Münchner Autorinnen und Autoren gegen Fremdenfeindlichkeit. Zuletzt erschien die Novelle Die Ungesichter. Daneben publiziert er Beiträge aus den Bereichen Literatur, Essay und Journalismus für Zeitungen und Anthologien. Er arbeitet außerdem als Redakteur des Literaturportals Bayern sowie als Verlagslektor.