Die erste IPS-Regionalkonferenz in Astana

Konferenzteilnehmer mit Botschafter Rolf Mafael. | Bild: Autorin

Vom 13. bis 16. Oktober 2016 fand die internationale Regionalkonferenz zum Thema: „Fachkräfte für Zukunftsenergien: Probleme und Perspektiven“ in Astana statt. Die Konferenz wurde vom Verein der Alumni des Internationalen-Parlaments-Stipendiums des Deutschen Bundestages „IPS-Alumni Kasachstan“ mit Unterstützung des Deutschen Bundestages, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Friedrich-Naumann-Stiftung organisiert.

 

An der Konferenz haben die IPS-Alumni aus sieben Ländern: Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Kasachstan, Russland, Ukraine sowie die Vertreter des Referats Internationale Austauschprogramme des Deutschen Bundestages teilgenommen. Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kasachstan Herr Rolf Mafael hat die Veranstaltung mit einer Begrüßungsrede eröffnet.

Die Referenten von der Deutschen Gesellschaft für die Internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) / Globale Umweltfazilität (GEF), dem Deutschen akademischen Austauschdienst sowie von dem Nationalen Wohlfahrtsfonds „Samruk-Kazyna“ teilten ihre Expertise im Bereich der Energiewende und der Fachkräfteausbildung mit. Die Teilnehmer haben diskutiert, wie die Situation mit der Energiewende in ihren Heimatländern aussieht und ob (und wie) der Bedarf an Fachkräften in dem Bereich gedeckt wird.

Das Abendessen in einem nationalen Restaurant und die Stadtrundfahrt haben das Programm sehr gut abgerundet. Die Organisatorinnen der Konferenz Anara Kulmambetowa und Dana Machanowa freuten sich über das positive Feedback der Konferenzteilnehmer.

Irina KharukIrina Charuk, Russland: „Das Programm stellte eine Reihe von spannenden Vorträgen aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass wir als Teilnehmer über das Thema der Konferenz viel lernen konnten. Es hat auch Spaß gemacht, eigene Präsentationen vorzubereiten und darzustellen (einmal über erneuerbare Energien in unseren Ländern und einmal über die Arbeit des Alumni-Vereins).
Ein anderer, ganz wichtiger Aspekt war natürlich das Kennenlernen und der Austausch mit anderen ehemaligen IP-Stipendiaten. Besonders interessant war es, die Stipendiaten von den früheren Jahrgängen kennenzulernen und auf solche Weise über ihren weiteren beruflichen Weg zu erfahren. Da wir eine richtig kleine Gruppe hatten, konnten wir einander sehr schnell kennenlernen und hatten während der ganzen Konferenz eine vertrauliche Atmosphäre und gute Laune. Im Laufe von nur zwei Tagen konnten wir fast alle Hauptsehenswürdigkeiten besichtigen und sehr viel über das Leben in der Hauptstadt Kasachstans lernen. An einem Abend waren wir auch zu einem traditionellen Abendessen eingeladen, das ohne Zweifel noch lange in unserer Erinnerung bleibt! Kasachische Manty, Plow, zahlreiche Vorspeisen, Salate, traditionelle Teesorten und Kumys – von so einer Vielfalt können wir nur träumen!
Aber auch Astana selbst mit seinen verschiedenen Facetten und Kontrasten, modernen Gebäuden und seiner traditionellen Kultur sowie seine sehr offenen und herzlichen Leute haben mich sehr beeindruckt! Ich hoffe, dass es nicht mein letzter Besuch dieses Landes war und dass wir mit allen Teilnehmern, die in Astana jetzt waren, noch lange in Kontakt bleiben!“

Ljudmila KwirenkoLjudmila Kwirenko, Ukraine: „Als ich über die regionale Konferenz in Astana erfuhr, wollte ich aus folgenden Gründen unbedingt daran teilnehmen. Erstens, hat mich das Thema angesprochen, denn Energiewirtschaft ist einer der wichtigsten Sektoren der Wirtschaft. Heutzutage gibt es kaum Industriebranchen in der Ukraine sowie in der ganzen Welt, die ohne sie funktionieren könnten. Zweitens, wurde mir so viel während des IP-Programms über das wunderschöne Kasachstan erzählt, dass ich dieses Land unbedingt besuchen wollte. Desto größer war meine Freude, als ich die Rückmeldung bekam, dass meine Bewerbung erfolgreich war und ich nach Astana fliege. Da Kasachstan ein Steppenland ist, dachte ich immer, es sei hier sehr warm. Zu meinem großen Erstaunen war es ziemlich kalt und es schneite sogar ein wenig Mitte Oktober. Aber die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Gastgeber wärmte uns. Die Stadt überraschte mich mit ihrer futuristischen Architektur auf postsowjetischem Boden. Der Höhepunkt waren die Nur-Astana-Moschee und die Chasret-Sultan-Moschee (die zweitgrößte in Zentralasien), die mit ihrer Geschichte, Traditionen und Purität bezauberten.
Im Laufe der Konferenz hörten wir zahlreiche Vorträge über Fachkräfte, Human Ressource Management, Berufsbildung sowie erneuerbare Energien in Kasachstan. Alle Teilnehmer bekamen die Möglichkeit, die Fortschritte des eigenen Landes im Bereich Energiewirtschaft darzustellen, die Probleme des Fachkräftemangelns zu besprechen sowie die Ideen der zukünftigen Kooperation zwischen den IPS-Vereinen und dem Deutschen Bundestag auszutauschen. Daher ist die IPS-Alumni Konferenz in Astana 2016 gelungen.“

Asif MasimowAsif Masimow, Aserbaidschan: „Insgesamt waren meine IPS-Kollegen und ich mit der Konferenz sehr zufrieden. Sie zeichnete sich durch eine perfekte Organisation aus. Wir fühlten uns stets willkommen und wurden von den Organisatoren gastfreundlich empfangen und bewirtet. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Organisatoren bedanken, vor allem bei Anara Kulmambetowa und Dana Machanowa. Wir freuen uns schon jetzt auf weitere Projekte in anderen Teilnehmerländern.“

Im Rahmen des IPS erhalten insgesamt 120 Stipendiaten aus 41 Staaten jedes Jahr in der Zeit vom 01. März bis zum 31. Juli die Gelegenheit, das parlamentarische System Deutschlands innerhalb eines vom Deutschen Bundestag vollfinanzierten Stipendiums kennen zu lernen. Ziel des Programms ist es, Politikabläufe und demokratische Entscheidungsprozesse hautnah mitzuerleben. Herzstück der Tätigkeit der Stipendiaten in Berlin ist die Arbeit in einem Büro eines Bundestagsabgeordneten. Die Teilnehmer sind ebenfalls an einer Berliner Universität eingeschrieben und haben daher die Möglichkeit, an einigen ausgewählten Vorlesungen und Lehrveranstaltungen teilzunehmen.