Du kannst mehr Deutsch, als Du denkst

Elisaweta Belozerskaja aus Kustanai war in einem ehemaligen deutschen Reisebus in Kasachstan unterwegs.
Elisaweta Belozerskaja aus Kustanai war in einem ehemaligen deutschen Reisebus in Kasachstan unterwegs.

„Du kannst mehr Deutsch, als Du denkst“ – unter dieser Devise luden die SprachassistentInnen des Goethe-Instituts Kasachstan zu einer Fotojagd durch Kasachstan und Kirgisistan ein. Einen Monat lang suchten die jungen Teilnehmenden aus Bischkek, Karaganda, Kustanai und Pawlodar nach deutsch(sprachig)en Spuren im Alltag ihrer Städte.

Diesen Einsatzwagen der deutschen Freiwilligen Feuerwehr entdeckte Daniel Amanscholow in Karaganda.
Diesen Einsatzwagen der deutschen Freiwilligen Feuerwehr entdeckte Daniel Amanscholow in Karaganda.

In fast allen Städten Zentralasiens verkehren sie: importierte Linienbusse, die hessische Möbelhäuser bewerben, oder Kleinlastwagen, an denen noch die Anschrift eines brandenburgischen Handwerksmeisters prangt. Für solche Importe, aber auch für deutsche Restaurantnamen als Werbestrategie oder für deutsche Lehnwörter (wie zum Beispiel Maßstab, Straf(e), Schlagbaum) in der russischen, kasachischen oder kirgisischen Sprache sollte das Projekt sensibilisieren. Insgesamt dreimal trafen sich die Projektteilnehmenden in ihren jeweiligen Städten, um sich über ihre Ergebnisse auszutauschen. Die besten Bilder wählten sie gemeinsam aus, um sie in Fotoausstellungen an den Sprachlernzentren zu präsentieren.

Lesen Sie auch: Ein Vorteil für beide Seiten

Namensschild einer Boutique in deutscher Sprache, fotografiert von Diljara Kerimbajewa aus Pawlodar.
Namensschild einer Boutique in deutscher Sprache, fotografiert von Diljara Kerimbajewa aus Pawlodar.

Zur Ausstellungseröffnung in Karaganda kamen circa 25 Personen, um bei Gebäck und Kaltgetränken die Bilder zu bestaunen. Ein besonderer Reiz lag darin, dass die Bilder nicht beschriftet waren und die BesucherInnen sich das dargestellte Wort selbst erschließen mussten. Hierzu konnten sie aber auch die Anwesenheit der FotografInnen nutzen und mit ihnen in den Austausch über die Werke treten. „Einige Bilder haben erst richtig ins Bewusstsein gerufen, dass die dort abgebildeten Objekte in Zusammenhang mit der deutschen Sprache stehen. Diese Bilder fand ich besonders interessant“, so Anastassija Schlajger, eine der BesucherInnen der Vernissage.

Noch bis zum 20. April läuft ein Geschichtenschreibwettbewerb, der in direktem Zusammenhang mit dem Projekt steht. Weitere Infos zum Wettbewerb sowie einige der Fotografien finden Sie auf: Website.