Nach langer Suche konnte das Goethe-Institut Almaty seine neuen, erdbebensicheren Räumlichkeiten übernehmen. Dort lässt sich nicht nur Deutsch lernen, auch eine Cafeteria lockt Kundschaft.

In der obersten Etage des Geschäftszentrums „Premium“ in der Naurysbai-Batyr-Straße 31 riecht es noch nach frischer Farbe, Handwerker schrauben und bohren. Schon in wenigen Wochen will das Goethe-Institut Almaty hier an seinem neuen Standort erste Deutschkurse abhalten. Am 8. November wurden die Räumlichkeiten nach gut halbjährigem Ausbau durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung an Generalkonsul Michael Grau als Vertreter des Auswärtigen Amtes (das wiederum das Goethe-Institut finanziert) übergeben. Bereits vor beinahe zehn Jahren begann die Suche des Goethe-Instituts Almaty nach einem neuen Standort, nachdem festgestellt wurde, dass das bisherige Gebäude in der Dschandosow-Str. nicht erdbebensicher ist. Nach der Überprüfung von rund 400 potentiellen Objekten wurde man schließlich in dem von einem türkischen Investor errichteten Geschäftszentrum „Premium“ fündig. Jörg-Dieter Volkmann, der den Ausbau als Architekt des Bundesbauamts leitete, zeigte sich überzeugt, dass es in Almaty kaum ein zweites Gebäude gebe, das in Sachen Brandschutz und Erdbebensicherheit an den neuen Standort des Goethe-Instituts heranreicht. Die Gesamtkosten für den Ausbau der Etage werden vom Bundesbauamt mit 1,27 Millionen Euro beziffert. Dafür steht nun auf gut 700 Quadratmeter Nutzfläche Platz für einen zusätzlichen Klassenraum zur Verfügung. Michael Grau verband damit auch Erwartungen an einen Anstieg der Zahl der Deutschlerner in Almaty. Außerdem plant das Goethe-Institut den Betrieb einer Cafeteria, die auch für Laufkundschaft im Zentrum von Almaty, nahe der beliebten Straße Schibek-Scholy, offenstehen soll. Die offizielle Eröffnungsfeier der neuen Räumlichkeiten ist für Anfang 2013 geplant.

Von Robert Kalimullin

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