Wie sollen die Ölreserven des Kaspischen Meeres künftig aufgeteilt werden? Darum ging es am 11. und 12. August beim ersten Kaspischen Wirtschaftsforum im turkmenischen Awaza, zu dem Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow eingeladen hatte. Die Premierminister Russlands, Kasachstans und Aserbaidschans Dmitrij Medwedew, Askar Mamin und Nevruz Memmedov waren ebenso angereist wie Irans Vizepräsident Eshaq Jahangiri.

Im vergangenen Jahr hatten die fünf Anrainerstaaten (die DAZ berichtete) ein Abkommen zum Status des Kaspischen Meeres unterzeichnet. Dabei ging es zwar um die Aufteilung des Gewässers, aber nicht des Meeresbodens. Doch gerade hier werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet. Medwedew kündigte an, das Abkommen bald zu ratifizieren. Der Iran weigert sich bisher. Die Nachrichtenagentur Associated Press zitiert einen Vorsitzenden der Iranischen Gasgesellschaft NIGC wie folgt: „Iran ist gegen jegliche transkaspischen Pipelines. Der Bau einer transkaspischen Pipeline könnte ernsthaften Schaden an unserer Umwelt hervorrufen.“ Die Diskussionen um das Kaspische Meer werden also weitergehen.

 

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