In Moskau soll das neue Deutsch-Russische Mittelstandshaus deutschen Investoren den Einstieg auf den russischen Markt erleichtern

Noch brauchen mittelständische Unternehmen, die in Russland investieren wollen, viel Mut, bekommen sie es doch immer noch mit „überbordender Bürokratie und Korruption“ zu tun. Das sagte die Vorsitzende des Verbandes der deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation, Andrea von Knoop, Mitte März bei der Grundsteinlegung für ein Deutsch-Russisches Mittelstandshaus in Moskau. Neuerdings erlebten deutsche Vertreter von kleinen und mittleren Unternehmen aber zunehmend „angenehme Überraschungen“. Die Registrierung einer Gesellschaft zum Beispiel sei „blitzartig“ innerhalb einer Woche möglich. Das neue Haus soll 2007 fertig gestellt sein und mittelständischen Investoren günstigen Büroraum bieten. Außerdem wird ein Hotel angegliedert sein. Schon heute sind mehr als die Hälfte der 500 Mitgliedsunternehmen des Verbands der deutschen Wirtschaft in Russland mittelständisch. Unter allen ausländischen Investoren lagen die Deutschen im Jahr 2003 – neuere Daten liegen noch nicht vor – mit einer Investitionssumme von 1,5 Milliarden Dollar an fünfter Stelle. Die Summe entsprach allerdings nur einem Zehntel des Betrags, den 2004 deutsche Exporte nach Russland erzielten. (ID)

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