Vor 25 Jahren ist in Deutschland die Mauer gefallen. An diesem historischen Tag reiste Außenminister Frank Walter Steinmeier nach Kasachstan. In Astana sprach er darüber, welche Folgen der 9. November auch für Kasachstan hatte.

Vor 25 Jahren ist in Berlin die Mauer gefallen. In Deutschland war der Weg frei für einen Neuanfang als vereinte Bundesrepublik. Mit der Mauer ist vor 25 Jahren der Eiserne Vorhang abgerissen worden. Die Folgen dieses Ereignisses führten auch in Kasachstan zu tiefgreifenden Veränderungen. So war es kein Zufall, dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier in der kasachischen Hauptstadt Astana eine Ausstellung zum Thema „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“ in der Nationalbibliothek eröffnete. Er ist in Begleitung einer hochrrangigen Wirtschaftsdelegation nach Kasachstan gereist. Dort führte er unter anderem Gespräche mit dem Präsidenten Nursultan Nasarbajew und dem Außenminister Jerlan Idrissow.

Astana ist das Symbol der aufstrebenden Republik, die wie andere ehemaligen Sowjetstaaten in der Folge unabhängig geworden ist. Die Ausstellung blickt auf die Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, vom 1. Weltkrieg bis zum Mauerfall, ein Ereignis, dass auch zum Ende der Sowjetunion geführt hatte.

Zweifelsohne ist der 9. November ein freudiges historisches Datum für die Deutschen in der wiedervereinigten Bundesrepublik. Aber nicht nur dort, auch für die Sowjetdeutschen: die Ereignisse des 9. November bedeuteten auch für sie einen Ausweg aus ihrer Lage als unterdrückte Volksgruppe. Viele russlanddeutsche Familien wurden unter anderem aus der Wolga-Region nach Kasachstan vertrieben und wurden somit Opfer des zweiten Weltkrieges.

Einige hundert Kilometer von Astana entfernt befindet sich das Karlag. Es war eines der zahlreichen Zwangsarbeitslagern, in das viele Russlanddeutsche deportiert wurden. „Doch hier in Kasachstan wurden die Russlanddeutschen von der kasachischen Bevölkerung damals mit offen Armen empfangen und aufgenommen. So hat sich über die Jahre eine tiefe Freundschaft zwischen der Deutschen Minderheit und der kasachischen Bevölkerung entwickelt. Die Kasachstandeutschen sind heute eine tragende Säule in den deutsch-kasachischen Beziehungen“, sagt Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Von Domink Vorhölter

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