Ayla Opatz: „Lächelnde Grenzbeamte sind eine Besonderheit“

Ayla Opatz wird noch bis Anfang Februar als Kulturweit-Freiwillige beim DAAD arbeiten.
Ayla Opatz wird noch bis Anfang Februar als Kulturweit-Freiwillige beim DAAD arbeiten. | Bild: Othmara Glas

Sie kommen als Austauschstudenten, Freiwillige, Sprachassistenten oder Praktikanten. Was zieht junge Deutsche nach Kasachstan? In einer losen Reihe stellen wir einige von ihnen vor, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. Ayla Opatz (22) ist als Kulturweit-Freiwillige beim Informationszentrum des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Almaty. Bevor sie im September 2017 nach Kasachstan kam, schloss sie ihren Bachelor in „Moderne Fremdsprachen, Kulturen und Wirtschaft“ an der Universität Gießen ab.

Ayla, was sind deine Aufgaben beim DAAD?

Hauptsächlich betreue ich die Sozialen Medien des DAAD, also VKontakte und Facebook. Außerdem mache ich administrative Aufgaben und unterstütze das Team überall dort, wo ich mithelfen kann.

Wieso bist für deinen Freiwilligendienst nach Kasachstan gegangen?

Einerseits hatte ich Russisch als Fremdsprache im Studium und wollte daher gerne in ein russischsprachiges Land. Andererseits habe ich schon seit längerer Zeit immer mehr Interesse für das Land entwickelt. Einige meiner Freunde in Deutschland sind Kasachstandeutsche und während eines Auslandssemesters in Litauen habe ich einige Kasachinnen kennengelernt, die mich sehr beeindruckt haben.

Wie blickst du auf die vergangenen Monate?

Ich bin sehr froh, hier zu sein. Kasachstan hat mich sehr positiv überrascht. Ich hatte keine genaue Vorstellung davon, wie es wird, hier zu sein. Alle haben mich sehr freundlich aufgenommen. In den ersten beiden Wochen habe ich im Hostel gewohnt und die Betreiberinnen waren wie Mütter zu mir. Auch im Büro wurde ich sofort herzlich willkommen geheißen. Und hier in Almaty ist der Winter gar nicht so kalt, wie ich anfangs befürchtet hatte. (lacht)

Was wird dir besonders in Erinnerung bleiben?

Die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen. Und ganz besonders: lächelnde Grenzbeamte. Bei der Einreise in ein visumspflichtiges Land habe ich so etwas selten erlebt.

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Du fliegst Anfang Februar nach Deutschland zurück. Was steht nach deiner Rückkehr an?

Zunächst einmal werde ich in meinem zweiten Studiengang Wirtschaftswissenschaften noch ein paar Klausuren schreiben. Danach werde ich mich auf Stellensuche in den Bereichen interkultureller Austausch und internationale Beziehungen begeben. Ansonsten schaue ich natürlich nach Masterplätzen. Mir ist wichtig, dass ich auf Englisch studieren kann. Internationale Wirtschaftskommunikation oder Internationales Management würden mich sehr interessieren, weil ich so während des Studiums wieder die Möglichkeit hätte, einen Bezug zum osteuropäischen Raum aufzubauen.

Wirst du wiederkommen?

Wenn ich kann: ja. Aber ich denke, dass es leider erst nach dem Master etwas werden wird. Ich würde vor allem gern im Sommer wiederkommen, um dann einmal durch ganz Zentralasien zu reisen.

Vielen Dank!

Das Interview führte Othmara Glas.