Seit 21 Jahren reisen kasachische Schüler des 18. Gymnasiums nach Deutschland. Umgekehrt reist jedes Jahr eine Schülerdelegation aus Deutschland nach Kasachstan. Das ist für beide Seiten ein großes Erlebnis.

Die Freude bei der Ankunft war groß, als die Schüler_innen vom Ernst-Ebbe-Gymnasium aus Oberkochen ihre Freunde aus Almaty wiedersahen. Sie hatten sich im vergangenen Jahr in Deutschland kennen gelernt, nämlich im Rahmen des Schüleraustausches zwischen dem Gymnasium Nr. 18 der südlichen Hauptstadt Kasachstans.

Vergangene Woche haben die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern Götz Hopfensitz und Peter Weber einen Gegenbesuch unternommen. Ihre Reise begann mit einem Flug nach Moskau. Dort hatten die Schüler etwas Zeit, sich die russische Hauptstadt anzusehen, bevor sie den Zug nahmen. Dieser fuhr vom Pawelezker Bahnhof ab. Drei Tage lang verbrachte die Reisegruppe im Zug, der sie über Saratow und durch die kasachische Steppe bis nach Almaty brachte.

Schon der lange Weg hat sich gelohnt, denn die Schüle rund ihre Lehrer erblickten während der Fahrt dichte russische Wälder, sie sahen über das fruchtbare Syrdarja-Tal und die karge Steppe.

Auch am Ziel verbrachten sie erlebnisreiche Tage. „Wir durften unter anderem die eindrucksvollen Scharyn-Canyons besuchen und die Aussicht vom Fernsehturm auf dem Kök Tobe genießen“, freut sich Matthias Fischer und ergänzt, dass alle von den hohen Gipfeln rund um die Stadt der Äpfel begeistert waren. Der Anblick des Tienschan-Gebirges hinterließ bei den Schülern einen bleibenden Eindruck. Auch der gegenseitige Austausch mit den kasachischen Freunden verlief erfolgreich.

Die Schüler_innen beider Schulen konnten sich problemlos unterhalten. So konnten Vorurteile und Stereotypen auf beiden Seiten abgebaut werden. Während ihres Aufenthaltes beschäftigten sich die Schüler gemeinsam mit den Freunden vom Gymnasium Nr.18 mit der Geschichte der Russlanddeutschen in Kasachstan. Unter anderem besuchten sie das Deutsche Haus und die Deutsche Allgemeine Zeitung.

Seit 2001 besteht diese Partnerschaft zwischen den Gymnasien in Almaty und Oberkochen. Allerdings besuchen sich kasachische und Deutsche Schüler schon seit 21 Jahren. Damals kam Götz Hopfensitz zusammen mit seinem Kollegen Richard Landfried nach Kasachstan, weil sie nach Schulen aus der ehemaligen Sowjetunion suchten, um ein Projekt zu realisieren, das damals vom Kultusministerium Baden-Würtemberg ausgeschrieben wurde: den Aufbau von Schulpartnerschaften mit Schulen im Nahen Osten und der ehemaligen Sowjetunion.

Von Johannes Horrer, Florian Knoblauch, Matthias Fischer

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