Mit der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ möchte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier den Weg für eine „internationale Lerngemeinschaft“ ebnen. Es soll ein weltweites Netzwerk von 1.000 Partnerschulen entstehen – mit dabei sind auch fünf Schulen aus Kasachstan.

/Bild: Annemarie Bechert. ‚Profilierung über den Deutschunterricht: Schulleiterinnen und Lehrerinnen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ aus Kasachstan.’/

Verständnis füreinander schaffen, Zugang zur deutschen Sprache ermöglichen und mehr Interesse für das moderne Deutschland wecken – das sind die Ziele der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“. Die Initiative will das Netz der bestehenden 117 Deutschen Auslandsschulen, an denen rund 70.000 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden, und von Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom anbieten, stärken und erweitern. So soll ein den ganzen Globus umspannendes Netz von mindestens 1.000 Partnerschulen entstehen. Die Initiative, der 2008 Mittel in Höhe von 45 Millionen Euro zur Verfügung stehen, will lebendige und langfristige Bindungen zu Deutschland aufbauen und Lehrer wie Schüler zu einem offenen Gedankenaustausch und zur Zusammenarbeit untereinander anregen. Fünf Schulen in Kasachstan sind Teil dieser Initiative, die abgekürzt „PASCH“ genannt wird.

Deutschunterricht schon in der zweiten Klasse

Anfang Oktober überreichte der deutsche Botschafter in der Republik Kasachstan, Rainer Schlageter, den Direktorinnen der fünf kasachischen Schulen aus Kokschetau, Karaganda, Pawlodar, Almaty und Astana während einer Feierstunde die Aufnahmeurkunden. Mit dabei waren auch Vertreterinnen aus dem kasachischen Bildungsministerium. Aber es wurde nicht nur gefeiert. Die Schulleiter und die Deutschlehrer der Partnerschulen erarbeiten auch Zielsetzungen und Maßnahmen, mit denen sie dem Deutschunterricht an ihren Schulen einen besonderen Schwerpunkt geben wollen. Dazu gehört der Beginn des Deutschunterrichts als zweite oder sogar als erste Fremdsprache ab der zweiten Klasse genauso wie verschiedene Aktivitäten zu einer stärkeren Vernetzung der Schulen untereinander.

PASCH-Fortbildungsangebote sind offen für alle

Deutschlehrer und Schüler mit herausragenden Deutschkenntnissen können durch die PASCH-Initiative ihre Sprach- und Landeskundekenntnisse vertiefen, wenn sie Anfang nächsten Jahres mit Vertretern anderer Partnerschulen aus der ganzen Welt in internationalen Kursen des Goethe-Instituts zusammenarbeiten werden. Das Goethe-Institut Almaty wird Fortbildungsangebote vor Ort für die PASCH-Schulen anbieten, zu denen jeweils auch Lehrkräfte anderer Schulen mit einem aktiven Unterricht von Deutsch als Fremdsprache eingeladen werden. Die Aktivitäten der PASCH-Schulen in Kasachstan werden regelmäßig auf der Internetseite des Goethe-Instituts Almaty veröffentlicht, um auch anderen Schulen als Beispiel zu dienen.

Grundstein für eine internationale Karriere

Die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ stellt Weichen für die Zukunft der Schüler, die sich so schon früh mit einer zweiten europäischen Fremdsprache und der deutschen Kultur auseinandersetzen. Damit legen die Schüler den Grundstein für ein Studium in Deutschland und eine anschließende internationale berufliche Karriere. (DAZ / Deutschland magazine)

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