Die olympische Mannschaft der Republik Kasachstan wie auch die deutsche Mannschaft treten bei den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi an, um möglichst viele Medaillen nach Hause zu bringen. Einige Rekorde wurden in Sotschi schon vor Beginn des Sportfestes gebrochen.

Nun ist es so weit. In Sotschi kämpfen die Sportler um Medaillen und brechen vielleicht auch sportliche Rekorde. Eine Erwartung, die mit dem olympischen Motto „höher schneller stärker“ ausgedrückt wird. Diese Devise hat Russland als Austragungsland bereits vor Beginn ernst genommen. Im Zusammenhang mit der Austragung der Olympischen Winterspiele in Sotschi wurden bereits Rekorde gebrochen. Hier ein Überblick:

Wer deutsche Zeitungen und Nachrichtenmagazine liest oder sich entsprechende Dokumentationen über Olympia im Fernsehen anschaut, wird sofort unterrichtet über das Ausmaß der finanziellen Mittel, die in die Errichtung der Olympia-Austragungsstätte investiert wurden. Das „Handelsblatt“ berichtet von 37,5 Milliarden Euro, für die Sportanlagen und Infrastruktur gebaut wurden. Auch die ARD zeigte eine Dokumentation mit dem Titel „Putins Spiele“, in der sie den Zuschauer erklärt wurde, dass der Gigantismus zum politischen Führungsstil Russlands gehöre. In einer Reportage der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ lernten die  Zuschauer außerdem, dass die Olympischen Spiele die persönliche Inszenierung eines mächtigen russischen Präsidenten seien, der es geschafft habe, im subtropischen Sotschi Winterspiele abzuhalten.

Die Überwindung der klimatischen Bedingungen ist ein weiterer Rekord, der in Sotschi bereits vor der Eröffnung gebrochen wurde. Sotschi, gelegen an der Schwarzmeerküste, ist einer der beliebtesten russischen Badeorte. Für den Fall, dass es dort zu warm werde, halte man 450.000 Kubikmeter Ersatzschnee und Sägemehl bereit. In diesem Zusammenhang fragt die „Süddeutsche Zeitung“, ob das Internationale Olympische Komitee (IOC) bei der Vergabe des Austragungsortes nicht genau hingeschaut hätte. Zu dieser Kritik im Zusammenhang mit Sotschi musste der IOC-Präsident Thomas Bach Stellung beziehen.

Angesichts der viel kritisierten hohen Sicherheitsaufkommen und Menschenrechtsprobleme ist er dennoch überzeugt davon, dass die Winterspiele zu einer Demokratisierung Russlands beitragen, verkündete er vor kurzem in der „Süddeutschen Zeitung“.

Rekordverdächtig ist auch das Marketing-Programm der Olympischen Spiele. Der Pressedienst des russischen Radiosenders „Stimme Russlands“ berichtet über das sehr gut gehende Geschäft mit rund 5.000 Olympia-Souvenirs. Von Briefmarken, über Plüschtiere bis hin zu Zubehör für Haustiere haben die Olympia-Partnerunternehmen mit Sotchi-Marketingartikeln bereits über 500 Milliarden US-Dollar eingenommen.

Ein weiterer Rekord soll auch die Anzahl der Dopinguntersuchungen sein, die vom IOC angekündigt wurden. Noch vor Beginn der Spiele wurden von den teilnehmenden Sportlern  1269 Proben genommen. Insgesamt sollen während des Sportfestes um die 2453 Kontrollen durchgeführt werden. Das wären 57 Prozent mehr Dopinguntersuchungen als 2010 in Vancuver. Welche sportlichen Rekorde wird es in Sotschi geben?

Von Dominik Vorhölter

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