In Almaty fand vom 4. bis 6. September 2019 das erste PASCH-Alumni-Treffen statt. Dieses Treffen, von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) mit Sitz in Almaty organisiert und vom Goethe-Institut Almaty unterstützt, diente der Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch von ehemaligen und aktiven PASCH-Schülern. Die Teilnehmer aus Kasachstan und Kirgisistan schilderten ihren Weg nach Deutschland, ihre Erfahrungen und welchen Stellenwert ein Studium in Deutschland für ihren Karriereweg hatte.

Am ersten Tag wurden die Anwesenden vom Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) Mario Schönfeld, dem Vertreter des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) Bartholomäus Minkowski und der Vertreterin des Goethe-Institutes in Kasachstan Constanze Krüger begrüßt. Dankenswerterweise stellte die Deutsch-Kasachische Universität, von der auch mehrere Alumni an der Veranstaltung teilnahmen, unter der Leitung von Professor Ungvári die Räumlichkeiten und die benötigte Technik zur Verfügung. Claudia Schmidt, die ständige Vertreterin des Generalkonsuls in Almaty, sorgte mit ihrer Unterstützung dafür, dass die Veranstaltung die ihr zustehende Bedeutung erhielt.

Da viele Schüler erfolgreich von den PASCH-Organisationen zu deutschsprachigen weiterführenden Institutionen wechseln, stellte A. Azhybayeva, stellvertretende Rektorin der DKU, die Deutsch-Kasachische Universität in Almaty mit ihren vielen Studienmöglichkeiten und den Verbindungen nach Deutschland vor. Im Anschluss stellte sie sich den Fragen der Schüler, für die ein Studium an dieser Universität ein hervorragendes Sprungbrett für eine weltweite akademische Karriere bedeutet. Die Vertreter der ZfA und des Goethe-Institutes betonten ebenfalls die besondere Rolle, die die Deutsch-Kasachische Universität im Austausch zwischen den verschiedenen Kulturen einnimmt. Sie hoben zudem hervor, wie produktiv die langjährige Zusammenarbeit zwischen den Institutionen verläuft. Herr Minkowski verwies auch auf die vielen Möglichkeiten der Förderung engagierter Studenten, die dem DAAD und der Deutsch-Kasachischen Universität zur Verfügung stehen.

Diskussionsrunde mit Pasch-Alumnis aus Kasachstan und Kirgisistan

Nach diesem informativen Vortrag leitete Mario Schönfeld eine Podiumsdiskussion, bei der Bartholomäus Minkowski, Constanze Krüger, Rebekka Wagner (ZfA-Kirgisistan) und verschiedene Alumni aus Kasachstan und Kirgisistan ihre Erfahrungen und Kenntnisse zum Thema „Schule– Studium-Karriere?“ austauschen konnten. Die zweistündige Diskussionsrunde war der Höhepunkt des Tages. Die Schüler folgten mit großem Interesse den Geschichten der Alumni darüber, wie sie sich in Deutschland zurechtfanden und wie sie ihr erworbenes Wissen weiter in ihren Heimatländern einsetzen. Jeder Lebensweg war interessant und bereichernd für die Anwesenden.

Naserke Abdeschewa, ehemals Schülerin des von der ZfA geförderten Gymnasiums Nr. 18 in Almaty, beschrieb, wie sie erfolgreich ein Studienkolleg in Deutschland absolvierte und inzwischen in Berlin Betriebswirtschaft studiert. Ein Jura-Absolvent, der nach dem Erststudium in Deutschland Immobilienwirtschaft studierte, um danach wieder nach Kasachstan heimzukehren, schilderte eindrucksvoll, wie er seitdem für die Vernetzung von deutschen und kasachischen Firmen und deren Mitarbeitern zuständig ist und ihnen bei juristischen Fragestellungen beratend zur Seite steht – ein Gewinn für beide Nationen und ein Vorbild für einen erfolgreichen Lebensweg.

Genau diese lebensbejahende Mentalität kam auch bei dem Alumni Daniar Schumarbekow aus Kirgisistan zum Vorschein, als er erzählte, wie er sich in Kirgisistan an einer PASCH-Schule die deutsche Sprache aneignete, in Deutschland bei Thyssen-Krupp studierte und in Kirgisistan mit der deutschen Mentalität seinen Lebensweg gestaltet. Auch hier zeigte sich, wie gewinnbringend für alle Beteiligten das Wirken der PASCH-Organisationen in den zentralasiatischen Ländern ist.

Die anwesenden Schüler waren sehr interessiert an den vielen Möglichkeiten, die ihnen das Erlernen der deutschen Sprache eröffnet, und fragten im Anschluss den Alumni Löcher in den Bauch.

Am zweiten Tag stimmte eine zukünftige Alumna der Schule Nr.68 in Almaty, Adelja Kobschasarowa, die Alumni mit einem traditionellen Tanz auf die Aufgabe des Tages ein: sie sollten einen Liedtext zur Alumni-Hymne für Kasachstan und Kirgisistan schreiben. Die Schüler und Alumni teilten sich in Gruppen ein und komponierten verschiedene Liedtexte. Von allen Gruppen wurde die beste Strophe ausgewählt und zu einem schönen Liedtext vereint, der im Tonstudio mit Musik unterlegt und von Alumni gesungen werden wird.

Nach der verdienten Mittagspause erklärte der Fachschaftsberater der ZfA in Almaty, Gregor Popp, den Anwesenden, wie und warum sie sich auf dem Alumniportal-Deutschland.org anmelden sollten. In diesem virtuellen Raum stehen den Alumni unzählige wichtige Hinweise und Informationen zur Verfügung, die Ihnen auf ihrem späteren Karriereweg behilflich sein können. Außerdem bietet sich ihnen so kostenlos die Möglichkeit, mit PASCH-Alumni in Kontakt zu treten. Die PASCH-Informationsseite, die auch auf dieser Plattform zur Verfügung steht, bietet den Schülern alles Wissenswerte, um den Weg zu einer deutschen Universität zu finden.

Der dritte Tag diente der weiteren sozialen Vernetzung der Schüler aus Kasachstan und Kirgisistan. Sie konnten gemeinsam den goldenen Mann aus dem Hügelgrab, einen Reiterfürst der Steppe, im Museum besuchen und zum Mittagessen Forellen angeln, die im Anschluss für sie gebraten wurden. Die Schüler hatten viel Spaß und tauschten sich über ihre Erfahrungen mit den verschiedenen PASCH-Organisationen aus.

Mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel wurde dieses erfolgreiche Treffen abgeschlossen und die Teilnehmer fielen erschöpft, aber glücklich und voller neuer Eindrücke, in ihre Betten. Alle Teilnehmer haben sich inzwischen auf der Plattform Alumni-Deutschland.org registriert und tauschen sich seitdem untereinander und mit deutschen Institutionen und Firmen aus.

Gregor Popp, Fachschaftsberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Almaty/Kasachstan

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