Das Berliner Olympiastadion wird am Wochenende zum Wahllokal umfunktioniert. Grund ist die Wahl des türkischen Ministerpräsidenten, der zum ersten Mal von den türkischen Bürgern direkt gewählt werden soll. Dazu werden auch die rund 140.000 Berliner mit türkischem Pass aufgerufen. Dies meldete der Rundfunk Berlin-Brandenburg. Dafür wurde die Wahl eine Woche vorgezogen. Insgesamt leben in Deutschland 1,4 Millionen Wahlberechtigte. Auch in anderen deutschen Großstädten wie Frankfurt, Düsseldorf oder Hannover haben sie die Möglichkeit, sich an der Wahl des türkischen Staatsoberhauptes zu beteiligen. Auch hier dienen große Veranstaltungsorte als Wahllokale. Dieser Aufwand verwundet die Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat. Die türkischstämmige SPD-Politikerin sagte der Berliner Zeitung, dass sie es übertrieben fände, eine Wahl im Olympiastadion abzuhalten. Sie wies darauf hin, dass ohnehin viele türkische Familien den Sommer in der Türkei verbringen würden. Dort sind sie allerdings nicht wahlberechtigt, weil sich ihr Wohnsitz in Deutschland befindet. Zur Wahl stehen neben dem amtierenden türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan Selhattin Demirtas von der pro-kurdischen Partei HDP und Ekmeleddin Ihsanoglu, Kandidat der beiden größten Oppositionsparteien. (DV)

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