Anuar Schaksybajew lebt in Almaty und ist Absolvent des Gymnasiums № 68. Er studiert im vierten Semester Verkehrslogistik an der Deutsch-Kasachischen Universität und ist ein aktives Mitglied im Studierendenrat. Was ihn an der DKU so begeistert, wird im folgenden Interview klar.

Anuar, Warum hast du dich für die DKU entschieden?

Anuar Schaksybajew

Als ich Deutsch als Fremdsprache zu lernen begann, war ich davon überzeugt, dass ich in Deutschland studieren werde. Während meiner Schulzeit haben sich meine Prioritäten geändert, und ich musste hier in Almaty bleiben. Die Auswahl habe ich schnell getroffen: DKU war die einzige Universität in Zentralasien, wo ich meine Deutschkenntnisse sinnvoll einsetzen könnte.

Der deutsche Lehrprozess, qualifizierte Lektoren, zu denen fast alle Studierenden freundschaftliche Beziehungen haben – das alles kann man in der DKU beobachten. Die ausschlaggebenden Faktoren für mich waren strenge und objektive Beurteilung der Kenntnisse und das völlige Fehlen von Korruption. Erst später, nachdem ich an der DKU immatrikuliert wurde und mein Studium begonnen hatte, habe ich verstanden, wie wichtig und bereichernd diese Entscheidung auch persönlich war.

Hast du die DKU selbst gewählt oder haben dir deine Eltern dabei geholfen?

Das war meine Wahl. Meine Eltern haben mir auch vorgeschlagen, sich an anderen Unis zu bewerben. Aber ich habe schon eigene Ziele verfolgt mit einem DKU/Studium. In der Schulzeit habe ich bereits mehrmals die Tage der offenen Türen besucht, wo ich nicht nur Probeaufnahmetests absolvierte, sondern mich auch mit den Studierenden unterhielt. Ich empfehle jedem, der sich für das Studium an der DKU interessiert, Kontakte mit den Studierenden zu knüpfen. Die Uni hat ihre “eigene Atmosphäre”, man fühlt das mit dem ersten Besuch. Übrigens gefällt mir, dass unsere Universität so klein ist. Jeder ist jedem bekannt, und ich habe nie gehört, dass jemand etwas verloren hat oder ihm etwas fehlte. Jeder Student ist hier ein Freund, ein Mitglied der Gemeinschaft. Und wenn jemand Hilfe sucht, egal, ob es mit dem Lernen oder mit dem Privaten zu tun hat, findet man immer Unterstützung.

Ich weiß, dass es heute immer mehr neue Programme für Studierende gibt, die an deutschen Universitäten studieren möchten, z.B. das Doppeldiplom-System. Könntest du mir bitte darüber erzählen?

Inauguration der StuRa-Präsidentin, 2016

Na ja, es gibt viele Programme, die Studierende und wissenschaftliche Projekte unterstützen. Die Doppeldiplom-Programme bieten den Studierenden eine Möglichkeit, nach dem sechsten Semester nach Deutschland zu gehen und dort an einer der Partner-Hochschulen zu studieren. An der deutschen Hochschule schreibt man seine Diplom-Arbeit, verteidigt diese, und dann legt man sein Staatsexamen in Kasachstan ab. Damit bekommt man sowohl ein deutsches als auch ein kasachisches Diplom.

Außerdem gibt es verschiedene Stipendienprogramme für Studierende, wie z.B. den Deutschen Akademischen Austauschdienst. Man kann sich für verschiedene Angebote bewerben und auch an verschiedenen Kursen und Projekten ganz kostenlos teilnehmen. Im Ganzen zeigt der DAAD sehr großes Interesse an ambitionierten Studenten in Kasachstan, die selbstständig nach Angeboten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung suchen.

Welche Aktivitäten habt ihr in der DKU? Gefallen dir die Veranstaltungen, die der Studierendenrat organisiert?

Ja, in der DKU gibt es auch einen Studierendenrat – StuRa. Der StuRa ist eine freiwillige Organisation, die an allem, was das Studium nicht betrifft beteiligt ist. Das ist ein wenig anders, als ein StuRa in Deutschland. Ich bin ein Mitglied davon und kann darüber urteilen – der StuRa ist wie eine Familie. Das wird auch jedes StuRa-Mitglied bestätigen. Wir haben ganz vielfältige Projekte – einen Kinoclub, Debattierclub, Club der akustischen Musik und Poesie, Sportclub, “Mafia”-Club, Wanderclub, die Studentenzeitung “Dein Kurzer Überblick” u.a. Diese stellen sich alle ein Ziel: die Studierenden zusammenzuschließen, und das Studentenleben zu bereichern. Jeder kann freiwillig mit der Organisation helfen. In Rahmen des StuRas verwirklichen wir verschiedene Projekte und Maßnahmen für die Studierenden, so z.B. Initiationen, den Frühlingsball, Konferenzen, aber auch Sozialhilfe für Unvermögende, Hilfe mit der Organisation von Wohltätigkeitsveranstaltungen und vieles andere mehr, was die Selbstverwirklichung und Entwicklung der Persönlichkeit umfassend fördert.

Wie läuft das mit den Sozialprojekten, wo seid ihr da tätig?

Das ist alles freiwillig, wir sammeln Spenden von der DKU und auch unter Studierenden, bekommen zum Teil auch staatliche Zuwendungen und kaufen dafür Produkte und nötige Sachen ein. Zum Beispiel sind wir im Frühjahr 2015 in das Kinderheim „Solnyschko“ gefahren und haben auch Veteranen besucht. Mir gefällt alles, was der StuRa macht. Unser spaßhaftes und kreatives Team ist hervorragend. Ich bin jedes Mal davon begeistert, die Ergebnisse unserer Bemühungen sehen zu können.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Alissa Tschikmakowa

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