Der Deutsche Wirtschaftsklub in Kasachstan (DWK) und das Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien luden am 23. September zum alljährlichen Tag der Deutschen Wirtschaft in Kasachstan ein.

Die Veranstaltung fand dieses Jahr im Hotel Intercontinental statt und stand unter dem Motto „20 Jahre Deutsch-Kasachische Wirtschaftsbeziehungen“. Aktuelle und brisante Themen wie Zollunion, Finanzierung und Deutsche Wirtschaft in den Regionen Kasachstans waren Punkte auf der Tagesordnung.

Im Jubiläumsjahr 2011 fallen gleich zwei Feiertage zusammen: Kasachstan begeht dieses Jahr im Dezember den 20. Jahrestag der Unabhängigkeit. Aber auch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan bestehen nun seit zwei Jahrzehnten. Vor diesem Hintergrund wurde am 13. Tag der Deutschen Wirtschaft nicht nur Rückschau gehalten, sondern es konnten auch neue Projekte besprochen werden.
Der Vorsitzende der Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien, Jörg Hetsch, moderierte die Veranstaltung und betonte die beachtliche Anzahl von mehr als 250 deutschen Firmen in Kasachstan. Deutschland besitzt damit in Kasachstan die größte deutsche ausländische Wirtschaftsvertretung weltweit.

Der 13. Wirtschaftstag wurde zudem durch die große Bandbreite der vertretenen Unternehmen und Firmen eine interkulturelle Begegnungsstätte. Unternehmen aus den Bereichen Handel, Finanzwesen, Baustoffindustrie und Infrastruktur kooperieren derzeit mit der kasachischen Volkswirtschaft. Bestehende Kontakte konnten aufgefrischt und intensiviert – und neue Kontakte geknüpft werden. In angeregter und vor allem angenehmer Atmosphäre tauschten sich hochrangige kasachische und deutsche Wirtschaftsvertreter über wirtschaftliche und politische Erfolge, Herausforderungen und zukünftige Projekte aus.
Einen wichtigen Beitrag zum Ausbau und zur Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen leistete in den vergangenen 17 Jahren der Deutsche Wirtschaftsklub, der 1994 gegründet wurde. Der Wirtschaftsverband arbeitet eng mit der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Zentralasien zusammen und repräsentiert die Interessen der Deutschen Wirtschaft in Kasachstan.

Nicht nur deutsche Firmen, Organisationen und Stiftungen können im DWK Mitglied werden, sondern auch kasachische Unternehmen. In seiner Arbeit wird der Deutsche Wirtschaftsklub von der Deutschen Botschaft und dem Bundeswirtschaftsministerium unterstützt.
Kay Zwingenberger, Präsident des DWK und Vorstandsvorsitzender der Siemens-Vertretung in Almaty, betonte nach seinen Begrüßungsworten vor dem Plenum noch einmal das Ziel des Wirtschaftsklubs: Es gehe um Erfahrungsaustausch untereinander, um Netzwerkbildung und die Repräsentation der Firmen im Ausland. Das Deutsch-Kasachische Wirtschaftsforum im Mai 2011 konnte den Erfolg der Zusammenarbeit nur bestätigen. Wichtige Themen, wie Steuerregulierung, Korruption, Soziales und Arbeitsvisa wurden vorbereitet und von den Teilnehmern auf dem Wirtschaftsforum besprochen.

Der neue Botschafter für Deutschland in Astana, Dr. Guido Herz, äußerte sich ebenfalls sehr klar zur Visafrage und bot offen seine Hilfe an. Herz, der vor einigen Wochen die Geschäfte von seinem Vorgänger Rainer Schlageter übernommen hatte, möchte sich in seiner Amtszeit für ein leichteres Visaverfahren einsetzen. Die Visafrage hatte in den letzten Jahren immer wieder Schwierigkeiten verursacht. Die läge aber auch an den deutschen Prüfverfahren für Antragsteller, so Herz.

Für das neue „Wirtschaftsjahr“ 2012 bleibt zu wünschen übrig, daß die Zusammenarbeit der deutschen und kasachischen Wirtschaft genauso erfolgreich verläuft wie in den Jahren zuvor!

Von Malina Weindl

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