Für Expats ist die turkmenische Hauptstadt der teuerste Ort der Welt. Das hat ein am Montag veröffentlichtes Rating der Londoner Beratungsagentur ECA International ergeben. Demnach liegen die Lebenshaltungskosten in Aschgabat über denen in Zürich, Basel, Bern und Hong Kong. Im vergangenen Jahr kam die Stadt in dem Rating noch auf den 146. Platz.

Schuld ist die Wirtschaftskrise in Turkmenistan, die einen Einbruch des Kurses der nationalen Währung auf dem Schwarzmarkt zur Folge hatte, was wiederum zu einem Rückgang an Devisen und einer zunehmenden Inflation führte. „Der Mangel an Waren und fester Währung hat dazu geführt, dass Produkte und Dienstleistungen für Ausländer um ein Vielfaches teurer geworden sind“, sagte ein Sprecher von ECA International.

In Turkmenistan liegt der offizielle Kurs des US-Dollars seit Januar 2016 unverändert bei 3,5 Manat, während der reale Wert des Dollars auf dem Schwarzmarkt im Moment etwa 18 Manat entspricht. Die Preise für Konsumgüter und Dienstleistungen basieren auf dem Schwarzmarktwert, was für Ausländer eine Preiserhöhung um das Fünffache bedeutet.

Die Bewertung von ECA International ergibt sich aus den Preisen für Lebensmittel, Haushaltswaren, Dienstleistungen und Freizeitartikel, Kleidung, Elektronik, Transport, Restaurants, Alkohol und Tabak in 450 Städten, die jährlich in einer Rangliste der teuersten Orte zusammengefasst werden.

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