Karina Turan, Katharina Jendny

Die Deutsch-Kasachische Universität (DKU) gehört zu den zehn besten Universitäten des Landes. Sie spielt nicht nur eine zentrale Rolle in der wissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Landes in den Bereichen Bildung, Forschung und Wirtschaft.

Schwarz-rot-gold und kasachisches Blau: die Farben der DKU. | Foto: Karina Turan

Am 26. Juni fand in Almaty die feierliche Übergabe der Diplome an die Absolventen der DKU statt. Gefeiert wurde neben der Diplomübergabe auch das 20-jährige Bestehen der Universität. „Verlieren Sie nie Freundlichkeit und Menschlichkeit in Ihrem Leben”, gab DKU-Präsident László Ungvári den Absolventen mit auf den Weg und unterstrich damit die Werte der Universität. Er verabschiedete in seiner Rede 147 Studierende, die in den vergangenen zwölf Monaten ihren Abschluss an der DKU gemacht hatten. Darunter befanden sich 115 Bachelorabsolventen, von denen 17 einen Doppelabschluss gemacht hatten, sowie 32 Masterabsolventen. Fünf Studierende haben ihr Studium mit Auszeichnung beendet.

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Die Hochschule erfreut sich großer Beliebtheit. „Mir war sofort klar, dass es unbedingt die DKU sein musste. Die DKU und keine Andere!”, erinnert sich die Kasachstandeutsche Kristina Libricht an die Zeit nach dem Abitur zurück. Heute hat sie eine Bachelorabschluss im Bereich Finanzwesen in der Tasche. Auch international ist die DKU gut aufgestellt: Die Institution wird von Studierenden aus allen Ländern Zentralasiens inklusive Afghanistans, Russland, der Türkei und Europas besucht. Der Anteil der internationalen Studierenden beträgt aktuell 9,3 Prozent.

„Ich habe Deutsch in der Schule gelernt und wollte an der DKU studieren, um meine Deutschkenntnisse weiter zu verbessern”, erklärt die Absolventin Oxana Persik. „Ich bin davon überzeugt, dass das die beste Universität in Almaty ist”, schwärmt ihre Kommilitonin Libricht. Es seien vor allem die deutschsprachigen Vorlesungen und Dozenten, die sie gut in Erinnerung behalten werde. Auch wenn es manchmal anstrengend gewesen sei, habe sie letztendlich viel für sich selbst mitnehmen können. „Es war eine schwierige und intensive Zeit,” bestätigt auch die Marketing-Absolventin Aisulu Ribka. Sie habe gelernt, ihre Komfortzone zu verlassen und nicht davor zurückzuschrecken sich hohe Ziele zu setzen. „Neben meinen Fachkenntnissen habe ich gelernt, diszipliniert und fleißig zu sein. Ich glaube, dass dies mir in meiner beruflichen Laufbahn besonders weiterhelfen wird”, sagt sie weiter. Außerdem habe sie „wahre Freunde fürs Leben gefunden”. Auch der Präsident der Universität betonte in seiner Rede: „Die Freundschaften, die sich während der Studienzeit entwickelt haben, werden für eine lange Zeit bleiben. In den meisten Fällen für immer.”

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DKU
Von Diplomaten bis Wirtschaftsvertreter: Zur Diplomübergabe der DKU waren viele Ehrengäste eingeladen. | Foto: Karina Turan

Ihre Zukunft stellen sich die Absolventen unterschiedlich vor. „Ich habe überlegt, ein Freiwilliges Soziales Jahr in Deutschland zu machen oder als Au-pair zu arbeiten”, berichtet Libricht. Sie könnte sich jedoch auch vorstellen, als Sozialarbeiterin, Erzieherin oder Lehrerin zu arbeiten. Die Möglichkeit, Marketing zu studieren, schließt sie ebenfalls nicht aus. Ihre Kommilitonen haben sich auch noch nicht ganz festgelegt. „Ich möchte unbedingt arbeiten, am besten in verschiedenen Bereichen. Danach will ich den Master machen”, sagt Aisulu. Ob in Deutschland, ist noch unklar. Oxanas Pläne sind bereits konkreter. Sie möchte ihren Master in Deutschland oder zumindest im Ausland machen.

Die Universität vermittelt ein Zusammenspiel aus Fachwissen und interkulturellen Kompetenzen und regt damit viele junge Menschen an, ihren Bildungsweg im Ausland fortzusetzen. Vor diesem Hintergrund versucht die DKU, ihre Partnerschaften innerhalb Europas weiter auszubauen und neue Studierende zu gewinnen.

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