Für die Studenten der Deutsch-Kasachischen Universität (DKU) tut sich das Fenster nach Europa noch ein Stück weiter auf. Anfang Oktober kamen an der Universität zwei wichtige Treffen mit Vertretern ungarischer Hochschulen zustande. Durch eine Ausweitung der internationalen Zusammenarbeit soll Studierenden aus Kasachstan die Möglichkeit gegeben werden, ihre europäische Bildung zu vertiefen.

Am 2. Oktober empfing die DKU eine Delegation aus Ungarn um Gábor Keszthelyi-Szabó, den Ehrenpräsidenten der ungarischen Rektorenvereinigung, und die Vizerektorin der Óbuda-Universität Márta Seebauer. Die ungarische Rektorenvereinigung ist eine öffentliche Organisation, in der praktisch das gesamte staatliche Hochschulsystem vertreten ist. Eine Zusammenarbeit mit dieser Organisation erweitert aus Sicht der DKU den Pool der Möglichkeiten kasachischer Studierender.

Während des Treffens sprach DKU-Präsident László Ungvári mit den Gästen über mögliche Bereiche der Zusammenarbeit, etwa die Organisation gemeinsamer Sommerschulen, die Notwendigkeit eines stärkeren gegenseitigen Austauschs über Bachelor- und Masterprogramme oder die Möglichkeit von Forschungspraktika – unter anderem im Bereich innovativer Entwicklungen.

Kooperation mit deutschsprachiger Uni in Budapest

Am 7. Oktober bekam die DKU dann Besuch von der deutschsprachigen Andrássy-Universität aus Budapest (AUB), die durch den Vizerektor für akademische Angelegenheiten Georg Trautnitz und die Referentin für ERASMUS und Internationales Nikolett Somlyai vertreten wurde. Die AUB ist die einzige Universität in Ungarn, die zu je einem Drittel Studierenden aus Deutschland, Ungarn und sonstigen Ländern eine deutschsprachige Masterausbildung bietet.

In seiner Begrüßungsrede informierte László Ungvári über die universitäre Ausrichtung, den aktuellen Stand, Prioritäten und Entwicklungsperspektiven der Doppeluniversität DKU. Die ungarische Seite präsentierte ihrerseits die eigenen Bildungs- und Forschungsaktivitäten. Das Interesse an einer fest-etablierten Kooperation der beiden Universitäten ist sowohl auf ungarischer als auch kasachischer Seite groß. Erst im Juli 2019 unterzeichneten die DKU und die AUB ein Memorandum über „Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis“.

„Wir haben viele Berührungspunkte und gemeinsame, vielversprechende Ziele“, stellte László Ungvári, der selbst in Ungarn geboren wurde, bei der Zusammenkunft am 7. Oktober noch einmal fest. Bei dem Treffen wurden weiterhin Fragen gemeinsamer wissenschaftlicher und publizistischer Aktivitäten erörtert. Auch der akademische Austausch war ein Thema, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Möglichkeiten akademischer Mobilität von Studierenden und Lehrenden durch Programme wie die des DAAD oder ERASMUS gelegt wurde.

Im Rahmen des Besuches wurden auch bereits Aufnahmegespräche mit ERASMUS-Bewerbern der DKU geführt. Die ungarischen Gäste zeigten sich beeindruckt über den Kenntnisstand der deutschen Sprache und die professionelle Ausbildung der DKU-Studierenden. Die Gespräche waren letztlich erfolgreich: Es wurde beschlossen, mit Polina Zsju und Aidana Bapajewa zwei DKU-Studentinnen im Herbstsemester 2019/2020 an der AUB auszubilden. DKU/kaf.

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