„Die deutsche Sprache gewinnt weltweit an Bedeutung“ titelte kürzlich eine große deutsche Tageszeitung. Demnach sprechen rund 200 Millionen Menschen weltweit Deutsch als Mutter- oder Fremdsprache. Etwa 15,5 Millionen Menschen lernen die Sprache Goethes, Kants und Rammsteins. Die Zahl schließe nicht nur Migranten ein, die sich in Deutschland integrieren wollen, sondern auch diejenigen, die einen beruflichen Nutzen sehen oder ein kulturelles Interesse in Deutschland haben, erklärt der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann in seinem Beitrag. Das Goethe-Institut, der DAAD und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) propagieren im Ausland die deutsche Sprache. In Kasachstan setzen sich ihre Vertreter seit Jahren für eine Stärkung des Deutschen ein; sie führen hin langwierige Verhandlungen mit dem Bildungsministerium.

Wenn jetzt im September das neue Schuljahr beginnt und an den Universitäten das Herbstsemester startet, werden sich auch einige Schüler und Studenten wieder dafür entscheiden, Deutsch zu lernen. Für sie kann es der Anfang sein, um irgendwann einmal für ein deutsches Unternehmen zu arbeiten oder gar in Deutschland zu studieren und zu leben. Doch bei allem Optimismus, Lehmann, warnt er auch davor, dass Deutsch als Wissenschaftssprache verloren gehen könnte. Forschungsergebnisse werden zu mehr als 90 Prozent auf Englisch veröffentlicht.

Vor allem müsste an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein nachhaltiges Plädoyer für Mehrsprachigkeit erarbeitet werden, so das Goethe-Institut-Leiter.

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