In der Al-Farabi-Universität ist derzeit eine Ausstellung mit Fotos der europäischen Diktaturen und Demokratien des 20. Jahrhunderts zu sehen.

Der stellvertretende Generalkonsul Günter Plambeck erschien zur Eröffnung. | Bild: Generalkonsulat Almaty

Die allgemeine Erinnerung an den Ersten Weltkrieg, seine Ursachen und Folgen, sind unmittelbar mit der Geschichte des europäischen Integrationsprozesses verbunden. Der Erste Weltkrieg beförderte die Gewalt in Europa, ohne die die Destabilisierungsprozesse der jungen europäischen Demokratien und der Aufstieg der Diktaturen nicht zu erklären sind. Europa im 20. Jahrhundert ist geprägt von extremen Erfahrungen zwischen Diktaturen und Demokratie. Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, 25 Jahre später der Zweite Weltkrieg. 65 Jahre sind vergangen, seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Erst vor 25 Jahren ist die Mauer gefallen und hat den Weg für die EU-Osterweiterung geebnet, die vor zehn Jahren begann.

Die Ausstellung zeigt Fotos aus europäischen Archiven und soll die Zuschauer dazu bringen, sich mit dem Thema „Diktaturen und Demokratie im Europa des 20. Jahrhunderts“ auseinanderzusetzen. Sie wurde vergangene Woche vom stellvertretenden Generalkonsul Günter Plambeck und Kulturattache Raban Richter im Gebäude der Fakultät für internationale Beziehungen der Al-Farabi-Universität Almaty eröffnet.

Bis Ende Juni können sich Interessierte die Ausstellung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“ noch ansehen. Das Gebäude der Fakultät für Internationale Beziehungen der Al-Farabi-Universität hat montags bis freitags von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Die Ausstellung wurde bereits in Ust-Kamenongorsk und Pawlodar gezeigt. Anlässlich des 100. Jahrestages des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges wurde sie vom Münchener Institut für Zeitgeschichte zusammen mit Deutschlandradio Kultur und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipiert. Neben den Fotos bietet die Ausstellung auch 25 zeithistorische Tondokumente von Deutschlandradio Kultur, die mit Hilfe eines Smartphones über einen QR-Code vor Ort abgerufen werden können. (DV)

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