Gleichheit lernen | Kommentare der Jugend

1. Lola Madijarowa, Gymnasium Nr. 8 Almaty, 9. Klasse

Lola Madijarowa, Gymnasium Nr. 8 Almaty, 9. Klasse | Foto: DAZ

Diese Ausstellung hat überall ihre Aussagekraft. Kasachstan ist ein Vielvölkerstaat, und in dem Tagebuch geht es darum, dass Menschen für ihre Ethnizität diskriminiert werden. Es ist sehr dumm, jemanden aufgrund irgendwelcher Parameter zu diskriminieren. Ich zum Beispiel bin ein Mix aus sieben Nationalitäten und dulde es nicht, wenn jemand aufgrund seiner Nationalität benachteiligt wird. So zu denken ist seltsam und einfältig, denn wir suchen uns nicht aus, als was wir geboren werden. Es macht keinen Unterschied, welchen Geschlechts, welcher Nationalität oder Hautfarbe ein Mensch ist.

2. Alina Hegey, Studentin der Umweltwissenschaften, Universität Narxoz

Alina Hegey, Studentin der Umweltwissenschaften, Universität Narxoz | Foto: DAZ

Mich hat der bleibende Mut Annes fasziniert – trotz allem, was sie durchmachen musste. Angefangen bei dem Umzug von Deutschland in die Niederlande, gefolgt von zwei Jahren in einem geschlossenen Raum im täglichen Umgang mit Menschen, die sie weder sehen, noch hören wollte. Sie hielt alles aus und das trotz der parallel dazu einsetzenden Pubertät, in der die Jugendliche all ihre Emotionen am liebsten nach außen hätte tragen wollen, es aber nicht konnte und ihren Reichtum an Gedanken ihrem Tagebuch anvertraute.
Beim Lesen dieses Buches versteht man immer mehr den Menschen und dessen damalige tägliche Realität. Das, was Anne erlebt hat, darf sich nicht wiederholen.

3. Konstantin Schlapakow, Gymnasium Nr. 8 Almaty, 10. Klasse

Konstantin Schlapakow, Gymnasium Nr. 8 Almaty, 10. Klasse | Foto: DAZ

Ich habe bei dem Projekt viel gelernt, und besonders das Arbeiten im Team war für mich neu und spannend. Außerdem war es etwas vollkommen Neues, als Guide die Geschichte eines Mädchens zu erzählen, die zu Kriegszeiten lebte – was natürlich furchtbar ist. In ihrem Tagebuch hat sie ihre Gefühle, ihre Gedanken, ihre Lebensumstände und Sorgen wahrhaftig wiedergegeben. Ich lebe selbst nach der Regel „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg‘ auch keinem andern zu“. Dieses Projekt hat meine Meinung darin bekräftigt, dass alle Menschen gleich sind.

4. Alexandra Martyntschik, Gymnasium Nr. 8 Almaty, 9. Klasse

Alexandra Martyntschik, Gymnasium Nr. 8 Almaty, 9. Klasse | Foto: DAZ

Ich liebe es, Neues zu erfahren, und mag Geschichte. Ich hatte vom Projekt gehört und mich sofort dafür interessiert, und so fing ich an, Neues zu erfahren – über Anne, über den Krieg und auch teilweise über die Gegenwart. Die Geschichte dieses Mädchens, das ungefähr in meinem Alter während des Zweiten Weltkrieges gelebt hatte, fand ich spannend.