Es ist ein Beispiel für die deutsch-kasachische Zusammenarbeit: die Solaranlage in Saran. Nach knapp zweijähriger Bauzeit wurde das größte Solarkraftwerk in Zentralasien am 23. Januar eröffnet. Anwesend waren unter anderem der kasachische Energieminister Kanat Bosumbajew sowie der Deutsche Botschafter Tilo Klinner.

Der Bau der Solaranlage nahe Karaganda begann im EXPO-Jahr 2017, das unter dem Motto „Energie der Zukunft“ stand. Zuständig für die Installation der 306.660 Solarmodule war das deutsche Unternehmen  „Goldbeck Solar“. Insgesamt nimmt das Solarkraftwerk eine Fläche von 160 Hektar ein.

Die installierte Leistung beträgt 100 MWp. Die Anlage soll jährlich mehr als 140.000 Megawattstunden erzeugen. Goldbeck Solar geht davon aus, dass sie 25 Jahre in Betrieb sein wird. Die Kosten von etwa 105 Millionen US-Dollar wurden zur Hälfte mit einem Darlehen der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung finanziert. Hinzu kam ein Darlehen des Grünen Klimafonds in Höhe von 22,2 Millionen Dollar.

Als öffentlich-private Partnerschaft geplant, wird die Anlage für die nächsten 15 Jahre vom Staat betrieben werden. Der Endpreis für eine erzeugte Kilowattstunde in Saran liegt bei 34,61 Tenge. Das ist mehr als doppelt so viel wie sonst in der Region üblich. Schon heute zahlen die Einwohner von Saran den höchsten Strompreis im gesamten Gebiet Karaganda.

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