Pumpen erleichtern die kasaschische Wasserversorgung. Der zentralasiatische Markt für Pumpen birgt noch viel Potential. Worin dies liegt, erläuterten die Geschäftsführer des deutschen Pumpen-Unternehmens Wilo während der Einweihung eines neuen Standortes in Almaty.

Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo Wasser bewegt werden soll. Wer zuhause den Wasserhahn oder die Heizung aufdreht, setzt sie in Gang, ohne gewöhnlich viel darüber nachzudenken: Pumpen. Im Fachjagron der Heizungsbranche werden sie auch mwälzpumpen genannt. Deutschen Hausbesitzern mit Heizungsanlage mag vielleicht der Name Wilo ein Begriff sein. So heißt nämlich die Pumpen-Firma, die jetzt auch in Kasachstan bekannt werden will. Das Unternehmen eröffnete vor kurzem einen neuen Standort im Bezirk Almaty.

Eine Wasserpumpen-Firma im Steppen-Staat Kasachstan: Dies sei eine Reaktion auf die aktuellen Trends der Globalisierung und der Energieefffizienz, sagt Casten Krumm. Das Wilo-Vorstandsmitglied erläutert so die Entscheidung der Unternehmensführung, zu expandieren.
Für Wilo ist die Energieeffizienz seiner Pumpsysteme ein wichtiges Thema. Seit den 1920er Jahren sucht das Unternehmen bereits nach innovativen Pumpanwendungen, mit Hilfe derer sich Energie einsparen lässt. Thomas Kubbe, Vizepräsident bei Wilo, erläutert: „Für das ressourcenreiche Land Kasachstan ist Energieeffizienz heute noch kein so großes Thema. Das wird sich zukünftig aber ändern. In Deutschland tragen Pumpsysteme 10 Prozent zum allgemeinen Stromverbrauch bei“. Die Lage in Kasachstan ist eine andere, da Wasseranschlüsse besonders in ländlicheren Regionen nicht flächendeckend vorhanden sind. „Unter 50 Prozent der Haushalte verfügen über Wasseranschlüsse. Die Zahl liegt noch niedriger im Hinblick auf die Abwasserentsorgung“, sagt Kubbe. Dies ist zum Teil dem Verfall der Wasserversorungsinfrastruktur nach der Wende geschuldet.

Wilo möchte die daraus entstehenden Chancen und Potentiale nutzen. Almaty gilt als ein wirtschaftliches Kraftzentrum Zentralasiens. Hier will Wilo die lokale Montage verstärkt vorantreiben. Daher entschied sich das Unternehmen, in unmittelbarer Umgebung der Stadt den Wilo Campus zu gründen. Mit einem neuen Gebäude sollen nicht nur Produktions– und Servicefunktionen vereint werden. Außerdem wird der Wilo-Campus Almaty ein Trainingszentrum beherbergen. Anhand eines Modells des neuen Gebäude veranschaulicht Pak In, Direktor des neuen Standorts, wie beim Bau des Wilo-Campus moderne und energieeffiziente Gebäudetechnik zum Einsatz kam.

Bei der feierlichen Einweihung des Gebäudes war Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland Dr. Renate Schimkoreit zu Gast. Sie begrüßte den Schritt des Unternehmens. Pumptechnologie stehe stellvertretend für eine „lange handwerkliche Tradition, die bereits im deutschen Mittelalter zum Einsatz kam“. Schon damals gelang es mit Hilfe von Pumpen, ganze Städte mit Wasser zu versorgen. Mit den Feierlichkeiten zur Standorteröffnung möchte Wilo ein Signal setzten: Die Firma ist nun noch näher an ihren Kunden. Tänzerinnen führten traditionelle kasachische Tänze auf. Ein großes Buffet regionaler Spezialitäten ist bereitgestellt.„Pumpen sind kein besonders sexy Thema“, sagt Kubbe. Die Atmosphäre der Feierlichkeiten lässt Wilos Kunden das leicht vergessen.

Das Pumpen-Unternehmen Wilo gibt es seit 1872. Es ist bekannt für die Herstellung von Kreiselpumpen für Heizungsanlagen. Seit mehr als 15 Jahren ist es mit ca. 25 Mitarbeitern in der Region Zentralasien präsent. Die Kunden des Unternehmens sind in Kasachstan vor allem Händler. Diese beliefern wiederum Installateure, Baufirmen und Großendverbraucher, zum Beispiel Wasserwerke, mit ihren technischen Produkten.

Nachdem die Pumpen eingebaut sind, kann das Wasser fließen. Wilo kauft seine Rohmaterialen global ein und koordiniert deren Vereilung in die Prduktionsstätten. Es gibt weltweit zehn Werke, in denen Wilo-Produkte nach deutschem Ingeniueurs-Qualitätstandard gefertigt werden.

Von Alexandra Reinig

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