Im usbekischen Chiwa fand Mitte Juni das vierte Festival der Kulturen des alten Choresmien statt. Politisch gehört das Gebiet Choresmien heute teilweise zu Usbekistan, teilweise zu Turkmenistan. Beim alljährlichen Kulturfestival werden Traditionen und Bräuche aus dem alten Choresmien gezeigt, das bis 1920 ein eigenständiges Khanat bildete. Usbeken, Turkmenen, Karakalpaken feiern gemeinsam ein friedliches Fest – sehr zur Freude des Publikums.

Laute Rufe erwecken die Altstadt von Chiwa. Die Klänge der Surnai, des traditionellen Instruments der Choresmier, erfüllen die Gassen von Chiwa und eröffnen das vierte Festival der Kulturen des alten Choresmien.
Alljährlich im Juni belebt das Festival die Altstadt von Chiwa.
Buntes Treiben: Folklore-Gruppen erfüllen die Stadt mit Leben. Unterstützt wurde das Festival durch die beiden deutschen Entwicklungshelfer Lutz Bartlau und Jule Böhmer.
Kurasch: Eine spezielle Kampfsportart Usbekistans. „Der Kurasch kennt kein Alter“, sagt ein usbekisches Sprichwort.

 

Über den Dächern von Chiwa und in den Innenhöfen der reich verzierten Medressen zeigen Seiltänzer ihr Können.

 

Dank dem Fluß Amudarja ist Chiwa zu einer kleinen Oase geworden und war schon im 10. Jahrhundert eine wichtige Handelsstadt an der Seidenstraße. Daran erinnert die Karawane, die zum Festival durch die Stadt zog.

 

Aus Chiwa berichtet Sonja Bill.
Sie ist seit Oktober 2007 als Entwicklungsstipendiatin für die Öffentlichkeitsarbeit
des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) in Tadschikistan und Usbekistan zuständig.

04/07/08

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