Für viele Deutsche ist eine Urlaubsreise zum Luxus geworden, denn mittlerweile ist jeder Fünfte von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Dies belegen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach war es einem Drittel der Bevölkerung nicht möglich, unvorhersehbar anfallende Ausgaben über 940 Euro selbst bestreiten zu können.Somit verzichteten 22 Prozent der Deutschen darauf, Urlaub zu machen. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte kürzlich Zahlen darüber, wie die Einkommens- und Lebensbedingungen der Deutschen im Jahr 2012 waren. Die Erhebung vergleicht die deutschen Ergebnisse auch mit dem EU-Durchschnitt. In der Europäischen Union war es vor zwei Jahren 40 Prozent der Bürger unmöglich, unerwartete Anschaffungen über 940 Euro selbstständig zu bestreiten. EU-weit verzichteten 39,6 Prozent auf eine Urlaubsreise. Unter den als armutsgefährdet geltenden Deutschen konnten sich 57,6 Prozent keine Reise erlauben. 73,2 Prozent konnten keine unvorhergesehene  Ausgaben aufbringen. Dazu zählen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zum Beispiel plötzliche Reparaturen. Laut Definition gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn ihr mittleres Einkommen  weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens der Gesamtbevölkerung beträgt. Für das Jahr 2012 lag dies bei 940 Euro. (DV)

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