Beim Open-Air-Festival „Naschestwije“, das im Juli erstmals auch in Kasachstan stattfindet, werden bis zu 50.000 Zuschauer erwartet.

Schon seit sechs Jahren hören wir immer wieder vom Rockfestival „Naschestwije“, zu deutsch „Invasion“, das regelmäßig in Moskau stattfindet. „Naschestwije“, das heißt jedes Mal auch zwei Tage unter freiem Himmel mit etwa 40 Rockgruppen und an die einhunderttausend Zuschauern.

Kasachische Rockfans konnten das Festival bisher nur per Fernsehen oder Radio verfolgen. Doch in diesem Jahr, am 9. und 10. Juli, findet es zum ersten Mal in Kasachstan statt, 40 Kilometer von Almaty entfernt, auf dem Flugplatz „Baiserke“. Fans müssen also nicht mehr nach Russland fahren, um das Festival live zu genießen. Alle Größen der Rockmusik, die wir jeden Tag auf „Nashe Radio“ hören, kommen diesmal selbst zu uns.

An dem Festival nehmen mehr als 25 bekannte Rockgruppen aus Russland teil, unter anderem „Jupiter“, „Mara“, „Agata Christi“, „Korol i schut“ (Der König und der Narr), „Krematorium“ , „7-B“ und „Arie“. Auch mehr als zehn kasachische Bands sind dabei, zum Beispiel „Anomalia“, „JCS“ oder „Motorroller“. Am Samstag werden „Chajf“ die Attraktion sein, am Sonntag „Zemfira“. Die 50.000 Zuschauer, die von den Veranstaltern „Nashe Radio Kasachstan“ und Erste Bierbrauerei erwartet werden, können sich also auf zwei Tage ununterbrochene, echte Musik freuen.

Das Rockfestival symbolisiert den Anfang einer neuen Etappe bei der Entwicklung der Rockkultur in Kasachstan. Neben dem Platz für die Zuschauer, dem Pressezelt und einer VIP-Lounge haben die Organisatoren auch an einen Parkplatz für Autos und Busse und sogar an Fußball- und Volleyballplätze gedacht. Während des Festivals werden spezielle Busse die Fans vom Zentralstadion in Almaty zum Open-Air-Konzert transportieren, und natürlich wieder zurück.

Auch für viele Bands ist ein Festival dieser Größenordnung neu. Die kasachischen Gruppen haben sich richtiggehend um eine Teilnahme „beworben“. Sie hatten Hörproben von sich auf CD an „Nashe Radio“ in Moskau geschickt, woraufhin die Teilnehmer durch den Radiosender ausgewählt wurden.

Wer also an diesem Wochenende noch nichts vorhat, merke sich den Termin. Mit Zelt, frischer Luft, Blick auf die Berge und lebendiger Musik verspricht das Festival ein Ereignis für die ganze Familie zu werden – das sich hoffentlich im nächsten Jahr wiederholen wird.

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