In diesem Jahr haben 115.737 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Das Bundesministerium des Inneren teilte mit, dass sich die Anzahl der Asylsuchenden damit im Vergleich zum Vorjahr (71.424 Menschen) um 62,5 Prozent erhöht hat. Die meisten kommen aus Serbien (14.621) und Syrien (20.184). Allein aus dem Bürgerkriegsland Syrien kamen im August 3.419 Menschen nach Deutschland. Nach Schätzungen des Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU) sollen noch in diesem Jahr 200.000 Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen werden. Im Bundestag ist derzeit eine indirekte Verschärfung des Asylrechtes im Gespräch. Die Westbalkanländer Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina sollen im Asylverfahren als sichere Herkunftsstaaten eingestuft werden. Damit hätten Flüchtlinge aus diesen Ländern kaum eine Chance auf Asyl in Deutschland, berichtete die „Welt“. „Wir müssen überlegen, wie können wir denen, die am meisten Hilfe brauchen, wirklich helfen“, gab Bundeskanzlerin Angela Merkel während der Haushaltsdebatte vergangene Woche zu bedenken. 20 Prozent aller Antragsteller kämen aus den Balkanländern. Gleichzeitig gäbe es Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak. Vor 21 Jahren war die Anzahl der Asylsuchenden wegen der Balkankriege auf einem Rekordhöchststand. (DV)

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