In diesem Jahr vergibt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) 117 Stipendien für einen Aufenthalt in Deutschland an kasachische Studierende, Graduierte und Wissenschaftler. Neben ihrer Urkunde bekamen sie den Rat, die Chance zu nutzen und den eigenen Horizont zu erweitern.

„Ich bin dankbar dafür, dass mir die Leute zuhören, auch wenn ich Kauderwelsch rede und ich merke, dass sie versuchen, mich trotzdem zu verstehen“, sagte Dr. Katharina Buck. Sie sei ein Mensch geworden, der einsieht, dass sie nicht immer kritisch gegenüber Kasachstan gewesen sei, dafür aber verstanden habe, warum das Leben in Kasachstan so ist, wie es ist. Drei Jahre hat Dr. Katharina Buck als Lektorin für den Deutschen Akademischen Austauschdienst an der Staatlichen Buketow-Universität in Karaganda gearbeitet. Daher weiß sie ganz genau, wie sich die Studenten und Studentinnen nun fühlen, die bald nach Deutschland gehen werden.

DKU-Präsident Prof. Dr. Johann W. Gerlach gratulierte den Stipendiaten. | Bild: Dominik Vorhölter

Während der feierlichen Übergabe der DAAD-Stipendien an der Deutsch-Kasachischen Universität erzählte sie von ihren umfangreichen Erfahrungen, als Deutsche in Kasachstan zu leben.

In diesem Jahr vergibt der DAAD insgesamt 117 Stipendien. Darüber freuten sich nicht nur die Stipendienempfänger, sondern auch der Leiter des DAAD-Informationszentrums Michael Jaumann.

„Sie werden merken, dass Kasachstan nicht der Nabel der Welt ist“, sagte DKU-Präsident Prof. Dr. Johann W. Gerlach zu den Stipendiaten und ermutigte sie, so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln.

Einige der Stipendiaten sind Studenten der Deutsch-Kasachischen Universität, wie zum Beispiel DKU-Student Dschingis. Er ist einer von insgesamt 79 Studenten, die in Deutschland einen Hochschulsommerkurs besuchen dürfen. „Ich möchte besser Deutsch lernen und werde natürlich auch die Zeit nutzen, um ein Bier zu trinken“, freut er sich auf seinen Deutschlandaufenthalt.

Seit mehr als 20 Jahren fördert der DAAD den Wissenschafts– und Bildungsaustausch zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Kasachstan. Jährlich vergibt die Organisation mehr als 70.000 Stipendien. Die Förderung des Austausches von Studierenden, Graduierten und Wissenschaftlern nimmt in Kasachstan die vorderen Plätze unter den DAAD-Förderländern ein. Dabei arbeitet der DAAD eng mit dem Auswärtigen Amt und dem Bildungsministerium der Bunderepublik Deutschland zusammen.

Der DAAD vergibt dieses Jahr 14 Masterstipendien, zwei Promotionsstipendien, ein Forschungsstipendium, elf Stipendien für Hochschullehrer und Wissenschaftler, 79 Stipendien an Studenten, um an einem Hochschulsommerkurs teilzunehmen, vier Stipendien an Absolventen des Deutschen Sprachdiploms sowie ein Stipendium im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Abi-Uni und der Uni Freiburg sowie fünf Stipendien für ein Studium in Deutschland an Studenten, die das kasachische Bolaschak-Stipendium erhalten.

Von Dominik Vorhölter

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