Das staatliche Sicherheitskomitee Kasachstans hat am Sonntag die Terrorwarnstufe für das Land erhöht. Unbekannte hatten am vergangenen Sonntag einen bewaffneten Angriff auf ein Waffengeschäft und eine Militäreinheit in Aktöbe verübt. Dabei kamen sechs Menschen ums Leben, mehr als zehn wurden verletzt. Die Attacken wurden als terroristischer Akt eingestuft. Beim darauffolgenden Polizeieinsatz wurden laut Innenministerium elf Terroristen getötet, nach sieben weiteren wird gefahndet.

Die Warnstufe soll zunächst für 40 Tage gelten. Sie ermöglicht eine erweiterte Überwachung der Bevölkerung durch staatliche Behörden, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. „Gelb“ ist dabei noch moderat, danach folgen orange und die höchste Warnstufe rot. Auch die Bevölkerung ist zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen worden.

In Frankreich geht man seit den Terroranschlägen im November 2015 ebenfalls von einer erhöhten Terrorgefahr aus. Das Land wird sich noch bis zum Ende der Fußball-EM im Juli im Ausnahmezustand befinden. Das bedeutet nicht nur weiterhin Soldaten mit Maschinenpistolen im Pariser Stadtbild, sondern auch Hausarrest für verdächtige Personen und Wohnungsdurchsuchungen ohne richterliche Anordnung. (OG)

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