Was macht Sport aus und welche Rolle sollte er im Leben eines jeden Menschen einnehmen? Wieso spielen Kinder und Jugendliche lieber mit ihren Handys anstatt sich zu bewegen? Amir Schimarow und Ajaschan Altynbekowa aus der Schule 68 in Almaty haben Antworten auf diese Fragen gesucht.

Um zu verstehen, was Sport und eine gesunde Lebensweise ausmachen, haben wir mit Experten aus dem Fitnessclub „Fitnation“ gesprochen. Dabei haben wir nicht nur erfahren, dass Sport dabei hilft, fit zu bleiben, sondern auch Problemen wie schlechter Laune, Depression, schneller Müdigkeit entgegenwirken kann. Außerdem kann regelmäßige Bewegung verschiedenen Krankheiten vorbeugen. Des Weiteren kann Sport den Menschen disziplinieren und den Ehrgeiz fördern.

Einige Regeln

Bei einer kurzen Umfrage erfuhren wir, dass Erwachsene häufig erst beginnen, Sport zu treiben, wenn Probleme mit der Gesundheit entstehen. Dagegen gehen jüngere Menschen im Alter von 13 bis 17 Jahren zum Training, um fit zu bleiben. Viele Halbwüchsige achten anscheinend sehr auf ihre Gesundheit. Dabei sollte man nur zwei einfache Regeln beachten, um gesund zu bleiben. Erstens: Zwei Mal pro Woche zu Hause oder in der Sporthalle trainieren. Zweitens: Weniger Süßigkeiten und Kohlenhydrate essen, viel Wasser trinken. „Nur Schwimmen oder Gerätetraining reicht nicht”, sagt einer der Schwimmtrainer. Deshalb sollten am besten Kraft- und Ausdauersport kombiniert werden. Und damit Sport der Gesundheit tatsächlich zuträglich ist, sollte man es nicht übertreiben.

Laut Statistik haben 51 Prozent der jüngeren Generation einen schwachen Rücken und Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung). Die Ursachen sind schnell gefunden: viel sitzen, wenig Bewegung. 25 Prozent der Kasachstaner kämpfen mit Übergewicht und Gastritis. Das liege vor allem an den ungesunden Lebensmitteln: viel Fast Food und Süßigkeiten, meint ein Sportarzt. Er erklärt: „Man sollte nicht erwarten, schon am ersten Tag Ergebnisse zu sehen.“ Um abzunehmen, hängen 80 Prozent des Erfolgs von der richtigen Ernährung ab, und nur 20 Prozent vom Training. Die Mahlzeiten müssen in drei volle Mahlzeiten und zwei Snacks mit Nüssen, Obst oder Joghurt aufgeteilt werden, meint er.

Disziplin ist alles

Unter Jungen ist Boxen die beliebteste Sportart. Dies ist eine perfekte Kombination aus Kraftübungen, Entwicklung von Logik, Koordination, Geschwindigkeit und Disziplin. Mädchen belegen hingegen eher Tanzkurse, machen aber auch Kraftübungen. Tanzen kann dabei helfen, seine Bewegungen besser zu koordinieren. Yoga ist hingegen eine Mischung aus Krafttraining und Atemübungen sowie Meditation.

Es gibt sehr viele Sportarten. Man muss nur die richtige für sich finden. Denn wenn man gerne Sport macht, bleibt man auch leichter dabei. Der Fitnesstrainer Furchat Raimberdijew erzählt uns: „Ich wollte schon als Kind schön aussehen. Deshalb beschloss ich, mit dem Bodybuilding anzufangen. Die Liebe zum Sport kann man nicht erzwingen. Sport ist Disziplin. Wenn du Sport treibst, weißt du schon im Voraus, wie dein Tag aussehen wird.“ Es sei wichtig, zu verstehen, dass es viel Mühe kostet, seine Ziele zu erreichen. „Geduld und Fleiß bricht alles Eis. Treiben sie Sport und bleiben Sie gesund!“, ruft Raimberdijew zum Abschied.

Ein kleiner Schritt kann der Beginn eines großen Weges werden. Und am Ende halten wir es mit Mohammad Ali: „Es ist nicht der Berg, der dir zum Klettern so hoch erscheint, es ist der Kiesel in deinem Schuh.“

von Amir Schimarow, Ajaschan Altynbekowa

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